
Von Josef Reichert Dunningen. Sehr interessant war für die mehr als 30 Jahrgänger der Ausflug zu Hansgrohe nach Schiltach. Sie bekamen eine Führung, spannende Einblicke in die Firmengeschichte sowie praktische Erklärungen im Museum Wasser-Bad-Design, das die Entwicklung des privaten Hausbads, sowie die des Klempnerhandwerks seit dem Mittelalter bis zur modernen Sanitätstechnik veranschaulicht.
Der geschichtliche Abriss begann bei der Firmengründung von Hans Grohe 1901 in Schiltach, der mit einem Drei-Mann-Betrieb zunächst mit der Herstellung von Metalldruckwaren wie Uhrenteilen, Messingpfannen oder Blechbrausen begonnen hatte. Ein schneller Anstieg folgte nach wenigen Jahren auf über 40 Mitarbeiter mit drei Bürokräften.
Derzeit beschäftige die Firma Hansgrohe weltweit 3200 Mitarbeiter, wobei zwei Drittel im Inland auf sechs Betreibe verteilt seien, davon 800 am Stammsitz Schiltach.
Die anschließende Führung durch das Museum zeigte verschieden alte Flaschnereien und Klempnerwerkstätten mit Badewannen und Zubehör. Nicht zu übersehen war der enorme Fortschritt ab den 1930er-Jahren, als Kupfer das Blech abwechselte. Weit öffneten sich vor allem die Augen der männlichen Gäste bei der Betrachtung eines großen Bildes mit Darstellung eines Römerbads, in dem sich bei einem Hochzeitsmahl beide Geschlechter wie im Paradies wohl fühlen.
Nach der Führung konnten die Teilnehmer des Dunninger Jahrgangs 1940 zudem auch die modernen Nasszellen sowie die große Auswahl an Sanitärzubehör besichtigen.
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