Dunningen. "Alle guten Dinge sind drei" Dieses Sprichwort trifft auf die Aktivitäten des Heimat- und Kulturvereins Dunningen zu, hat dieser doch in den zurückliegenden zwölf Monaten zusammen mit der Gemeinde drei bedeutende Werke zur Geschichte und Gegenwart des ländlichen Mittelzentrums auf der Schwarzwald-Vorebene auf den Weg gebracht.

Da wäre der zweite Band des Heimatbuchs mit dem Untertitel "Wege in die Zukunft", das die Entwicklung der drei Ortschaften an der Eschach nach dem Zweiten Weltkrieg in den Blick nimmt. Dann gibt es die Werkmonografie über den Künstler Landelin Ohnmacht, die mehr als 180 seiner Schöpfungen abbildet und beschreibt. Und schließlich ist da der 27. Jahrgang des Jahrbuchs "Die Brücke", die auf 150 Seiten nicht nur die wichtigsten Ereignisse des ablaufenden Jahres darstellt, sondern zurückblickt – dieses Mal bis ins frühe Mittelalter. So erzählt Hermann Mauch die Geschichte des Fron- und Berghofes, der im Laufe seines über 1500 Jahre währenden Daseins immer wieder den Status änderte und vom ursprünglichen Königs- und Klostergut zum Ritter- und Bauerngut mutierte. Hermann Hirt versucht in seinem Beitrag, die Geschichte der zehn Lackendorfer Maierhöfe zu erhellen und stellt sie in Wort und Bild vor. Ein kleines Denkmal an die einst zahlreichen Tagelöhner und ihr karges Leben setzt Josef Schick mit seiner Abhandlung über ein abgegangenes Tagelöhnerhäuschen in der Oberndorfer Straße.

Auch neue Autoren konnten gewonnen werden, so etwa Antonio Peranio, dessen Eltern zu den ersten Gastarbeiter gehörten, die aus Sizilien kommend in Dunningen eine neue Heimat fanden. Welche positiven und negativen Erfahrungen die Familie dabei machte, schildert nun der Sohn, der sich längst mit seiner Frau und seinen Kindern in Deutschland heimisch fühlt.

Andreas Wilbs (Redaktion), Dominik Sinner (Gestaltung) und Fritz Rudolf (Fotos) haben auch an Kinder und Jugendliche gedacht und ein Brücke-Quiz und eine Schatzsuche auf der Gemarkung (Geocaching) aufgenommen.