
Dunningen - Was hat das altehrwürdige Thema der Schwarzwaldmarie mit flottem Jazztanz zu tun? "Sehr viel", meinen Andrea Kurnik und ihre Mittänzerinnen vom Turnverein Dunningen und haben sich prompt beim Schwarzwaldmarie-Wettbewerb des Schwarzwälder Boten angemeldet.
Und tatsächlich, die Schwarzwaldmarie begleitet die 14 Damen des "Jazz 4 Fun"-Reigens, wie sie sich nennen, schon seit einigen Jahren. Kurnik erläutert: "Als Tanzgruppe, die vor allem, aber nicht nur bei Fasnet-Veranstaltungen auftritt, ist es klar, dass wir uns in jedem Jahr eine andere Verkleidung nebst entsprechendem Tanz ausdenken. Und so ergab es sich, dass wir zum 100. Jubiläum der hiesigen Holzäpfel- Zunft im Jahr 2006 die Schwarzwaldmarie ausgesucht haben."
Das sei seinerzeit so gut angekommen, dass man die Showeinlage inzwischen bei diversen weiteren Veranstaltungen gerne wiederholt habe. "Und als ich im Schwabo gelesen habe, dass es den Wettbewerb gibt, da brauchte ich die anderen Mädels nicht lange zu fragen, ob wir mitmachen", beteuert Kurnik - ihre um sie versammelten Tanzkolleginnen quittieren das mit einem durchdringenden Lachen.
Spaß, das sei die Losung, mit der man nicht nur am Schwarzwaldmarie-Wettbewerb unserer Zeitung teilgenommen habe, erläutert "Chef-Choreografin" Sabine Coraci. "Die meisten tanzen schon seit mehr als zwanzig Jahren zusammen. Aber eines, was trotz allem Ehrgeiz für uns immer im Vordergrund gestanden ist, war der Spaß an der Sache, nicht unbedingt der Wettbewerb", so Coraci.
Und dass die Fröhlichkeit ganz allgemein bei den Power-Damen zwischen 28 und 41 Jahren nicht zu kurz kommt, stellt sich beim Pressebesuch schnell heraus. Da wird gekichert und gescherzt, von Berührungsängsten keine Spur. "So sind wir halt", kommentiert Kurnik, "bei unseren Proben jeweils am Dienstagabend geht es nicht nur bierernst zu. Ab und zu darf es nach Ende der Übungsabende auch mal ein Gläschen Sekt sein."
Für den Schwarzwaldmarie-Wettbewerb haben sich die Dunninger "Jazz-4-Fun"-Frauen sogar in ein neues Metier gewagt: das Singen. Inzwischen habe man aber auch bei diversen Geburtstagsfeiern entdeckt, dass man sich nicht nur zu Tanzrhythmen elegant bewegen kann, sondern auch nicht zu verachtende Chorqualitäten hat.
"Wenn wir mal nicht mehr tanzen können, dann singen wir halt", wagt Coraci einen humorvollen Ausblick in die Zukunft des eingeschworenen Reigens. Und Teilnahme-Initiatorin Kurnik zeigt, dass die Gruppe auch für den Schwarzwaldmarie-Wettstreit von wahrem Sportsgeist beseelt ist: "Wenn es mit dem Sieg nicht klappen sollte, hat uns der Wettbewerb trotzdem riesigen Spaß gemacht. Und falls doch: Wir sind für die Privatparty mit den Dorfrockern bereit!"
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