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Dotternhausen "Zementwerk keine Müllverbrennungsanlage"

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Holcim will im Zementwerk den Einsatz von Ersatzbrennstoffen erhöhen. Das Genehmigungsverfahren läuft. Foto: Maier

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Dotternhausen - Das Genehmigungsverfahren zur Steigerung von Ersatzbrennstoffen (EBS) bei Holcim läuft. Wie die Bürgerinitiative Pro Plettenberg mitteilt, könnten Widersprüche noch bis 20. Mai eingereicht werden. Am 6. beziehungsweise 7. Juli soll in Dotternhausen ein Erörterungstermin stattfinden.

Mit der Erhöhung des Anteils der Ersatzbrennstoffe von 60 auf 100 Prozent sieht die BI Gefahren für die Umwelt verbunden. Die Filtertechnik im Zementwerk entspreche weder dem Stand der Technik, noch entspreche sie dem Stand von modernen Müllverbrennungsanlagen. Zudem werde der Ausstoß an Schwermetallen, Dioxinen und Furanen vermutlich zunehmen.

Holcim kontert: "Ein Zementwerk ist keine Müllverbrennungsanlage und arbeitet mit einer anderen Technik und deutlich höheren Verbrennungstemperaturen." Im Drehrohrofen ersetze die im Abfall vorhandene Energie zu einem großen Teil die entsprechende Menge fossiler Brennstoffe wie Kohle. Die Flammentemperatur von 2000 Grad Celsius, die Brenntemperatur von 1450 Grad sowie die Calzinatortemperatur von 1000 Grad Celsius gewährleisteten, dass im Drehofen sämtliche organischen Stoffe vollständig verbrannt werden.

Beim Klinkerbrennprozess würden keine produktionsspezifischen Abfälle anfallen. Damit unterscheide sich dieser deutlich von anderen Verfahren. So entstünden in einer Müllverbrennungsanlage Filterstäube und Schwermetallschlämme bei der Rauchgasreinigung, die als Sonderabfall deponiert werden müssen. Im Gegensatz hierzu würden im Zementwerk alle Einsatzstoffe stofflich und energetisch vollständig und umweltverträglich verwertet und genutzt. Im Zement und Beton seien keine Rückstände feststellbar.

Als Ersatzbrennstoffe, so Pressesprecherin Sabine Schädle, kämen Stoffe in Frage, die so viel Kohlenwasserstoff enthalten, dass sie einen Heizwert besitzen. Zudem dürften die Ersatzbrennstoffe keine Bestandteile enthalten, die negative Auswirkungen auf die Klinker- und Zementqualität sowie auf die Emissionen haben. So würden seit Jahren Trockenklärschlamm, Altöl, Papierfaserfangstoffe, Altreifen und Gummi, Kunststoff und Dachpappe eingesetzt. Schädle: "Dadurch werden Abfälle wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll verwertet." Und weiter: "Die Technik im Zementwerk entspricht dem aktuellen Stand – dort wird mit modernsten Schlauchfiltern gearbeitet. Im Vergleich mit anderen Zementwerken und mit Blick auf die Emissionswerte nimmt Dotternhausen einen Spitzenplatz ein."

Den Antrag zur Genehmigung der Ersatzbrennstoffe sei beim Regierungspräsidium Tübingen eingereicht worden. Die Firma orientiere sich an den neuen gesetzlichen Emissionsschutzvorgaben, die schrittweise ab 2016 und vollends ab 2019 in Kraft treten. Holcim könne diese Vorgaben, die beim Einsatz von Ersatzstoffen gelten, bereits heute erfüllen." Bezüglich der Art und Anzahl der Stoffe werde es keine Änderungen geben. Trotz des vermehrten Ersatzstoffeinsatzes werde sich die Umweltbelastung verbessern, dies werde vor allem durch die Absenkung der Grenzwerte und die Halbierung der Direktbetriebszeiten – also der Zeiten, in denen die Rohmühle wegen Wartungsarbeiten nicht als zusätzlicher Emissionsfilter dient – erreicht.

Wie Friedrich Wimmer und Gerald Massini darlegen, sei es sinnvoll, mit der neuen emissionsschutzrechtlichen Gesetzgebung den Einsatz von 100 Prozent Ersatzstoffen zu beantragen: Bislang habe es verschiedene Emissionsgrenzwerte, abhängig vom Ersatzbrennstoffeinsatz, gegeben. Die Gesetzgebung sehe neue und strengere Grenzwerte vor, die einheitlich seien. Holcim strebe Zwischenschritte bis zur 100-Prozent-Marke an. Versuche hätten gezeigt, dass dies mit den bestehenden Anlagen möglich sei.

Weitere Informationen: http://www.holcim-dialog.de

 
 

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