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Dotternhausen "Erst Dialog, dann die Entscheidung"

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Rund 40 Bürger sind zur Holcim-Dialogveranstaltung in die Dotternhausener Festhalle gekommen. Alle Kritikpunkte und Anmerkungen zum Zementwerk aus den vier Arbeitsgruppen sind im Plenum dargestellt worden. Foto: Visel Foto: Schwarzwälder-Bote

Fast wäre das eigentliche Anliegen der Holcim-Dialogveranstaltung in den Hintergrund getreten. Gesprächsthema am Samstag war vor allem die Berichterstattung des Schwarzwälder Boten über die neue Grenzziehung zur Steichbrucherweiterung. Die Bürgeraktivisten waren stinksauer.

Dotternhausen. Norbert Majer, Günter Schäfer, Siegfried Rall und Wolfgang Wochner betonten übereinstimmend, dass das Holcim-Dialog- und auch das Mediationsverfahren zwischen Gemeinde und BI nicht weitergeführt werden könne, wenn der Gemeinderat am Mittwoch über die zwischen Holcim und dem Gremium ausgehandelte neue Grenzziehung entscheide.

"Das ist eine Riesensauerei. Die machen so weiter wie bisher", sagte Schäfer und kündigte für Mittwoch schon mal Protestmaßnahmen sowie im Nachgang ein weiteres Bürgerbegehren an, falls es zu einer Entscheidung komme: "Dann ist der Dorffrieden nachhaltig und auf lange Sicht gestört." Wochner sagte, die Gemeinde dürfe auf keinen Fall Verträge mit Holcim abschließen, ehe der Dialog nicht abgeschlossen sei.

Enttäuschung machte sich bei den Vertreter der Bürgeraktion für einen verträglichen Kalksteinabbruch auch deshalb breit, weil kein einziger Gemeinderat anwesend war. Bürgermeisterin Monique Adrian sei nur kurz zur Begrüßung gekommen, wurde bemängelt.

Der Leiter des Zementwerks, Dieter Schillo, gab zu den Grenz-Verhandlungen mit der Gemeinde keine Auskünfte. Gegenüber unserer Zeitung sagte er, dass man nicht alle Probleme rund ums Zementwerk auf einmal und gemeinsam diskutieren und lösen könne. Hinsichtlich des Plettenbergs betonte er, dass Holcim 2018 den Kalkstein aus der Süderweiterung dringend benötige. "Die Uhr tickt." Angesichts der zwei noch anhängenden Verfahren – Änderung des Landschaftsschutzgebiets Großer Heuberg und Immissionsschutzrechtliche Genehmigung zur Steinbrucherweiterung – "läuft uns die Zeit weg. Wir können nicht mehr länger warten".

Die beiden Mediatoren Roland Fritz und Piet Sellke waren ob der neuen Entwicklung nicht zu beneiden. "Wenn der Gemeinderat am Mittwoch entscheidet, brauchen wir über diese Punkte nicht mehr zu reden", bestätigte Fritz. Aber es blieben noch genügend Themenbereiche rund ums Zementwerk, die im Dialog weiter beackert werden könnten. Zu der Veranstaltung waren rund 40 Interessierte gekommen, was bei manchen auf Enttäuschung stieß. "Wo sind die ganzen Leute", fragte ein Holcim-Mitarbeiter die anwesenden Bürgeraktivisten, "oder haben Sie von denen ein Mandat?"

In vier Arbeitsgruppen wurden die verschiedensten Themen bearbeitet. Stichpunkte sind: Umwelt- und Naturschutz, Schadstoffe in Luft und Boden, Schutz der Wasserquellen, Filtertechnik im Zementwerk, Erdrutschgefahr und vieles andere mehr. Ein wesentlicher Punkt war das Thema "Umgang miteinander". Zur Wiederherstellung des Vertrauens und des Dorffriedens wurden ein fairer Dialog auf Augenhöhe sowie eine transparente, schnelle und fortlaufende Informationspolitik der Gemeinde gefordert: "Der Bürger muss spüren, dass er gehört und ernst genommen wird."

Die Mediatoren werden nun die Fragen und Wünsche bündeln. Im Herbst, bei einer zweiten Veranstaltung, sollen für alle Themen und Fragen Lösungsansätze vorgestellt werden.

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