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Dotternhausen Adrian: "seriös und umfassend informiert"

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Der Platz am Mikrofon ist bei der Informationsveranstaltung in der Festhalle heiß begehrt. Im Hintergrund ist der ehemalige Vorsitzende des Albvereins Dotternhausen, Günter Schäfer, zu sehen. Er moniert, dass Holcim zu wenig für den Kalksteinabbau bezahle.   Fotos: Visel Foto: Schwarzwälder-Bote

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Von Bernd Visel

Dotternhausen. Zufrieden mit dem Verlauf der Infoveranstaltung zum Plettenberg-Abbau haben sich Bürgermeisterin Monique Adrian und Holcim-Werksleiter Dieter Schillo gezeigt. Vertreter der Bürgerinitiative Pro Plettenberg betonen, es sei deutlich geworden, dass das Interesse der Bevölkerung an diesem Thema sehr groß sei.

Wie berichtet, waren an die 500 Bürger aus dem Oberen Schlichemtal in die Festhalle gekommen, um Näheres über die geplante Erweiterung der Abbaufläche zu erfahren. Mitglieder der Bürgerinitiative Pro Plettenberg verteilten Informationsmaterial. Auch hatten sie einen umfangreichen Fragenkatalog vorbereitet.

Nach der Informationsrunde waren die Bürger an der Reihe. Moderator Theo Rombach hatte teilweise große Mühe, die Fragesteller von langatmigen Erklärungen abzuhalten. So machte der ehemalige Vorsitzende des Dotternhausener Albvereins, Günter Schäfer, klar, dass "ich mir heute das Wort nicht entziehen lasse" – so wie dies zweimal im Gemeinderat geschehen sei.

Der Abbau auf dem Plettenberg wurde als "Katastrophe" und "Zerstörung der Heimat" betitelt. Innerhalb von zwei Stunden meldete sich nur ein ehemaliger Mitarbeiter des Zementwerks, der bemängelte, dass es vielen im Saal "nur darum geht, was Holcim zahlt" und nicht darum, dass die Firma auch viele Arbeits- und Ausbildungplätze biete.

Zieht man ein Fazit aus den Stellungnahmen der Behördenvertreter, dann gibt es hinsichtlich des Kalksteinabbaus auf dem Plettenberg weder Probleme mit den Quellen noch mit Hangrutschungen. In Sachen Rekultivierung werde alles getan, damit in absehbarer Zeit eine Wacholderheide blühe, ein Bergwald gedeihe und der Berg bald wieder für Wanderer zugänglich sei, hieß es weiter.

Bürgermeisterin Monique Adrian freute sich nach der rund vierstündigen Veranstaltung darüber, dass diese "sehr sachlich" verlaufen sei, und die Gemeinde ihr Ziel, umfassend und seriös zu informieren, erreicht habe. Alle Fragen seien beantwortet worden. Es sei allerdings nichts Neues zur Sprache gekommen, "was die Gemeinde nicht schon auf dem Schirm" gehabt habe.

Klar sei jedoch geworden, dass der Plettenberg ein "sehr emotionales Thema" sei. Die Gemeinde nehme die Sorgen ernst und versuche mit aller Kraft, hinsichtlich des Kalksteinabbaus "einen guten Kompromiss" zu finden. Adrian geht davon aus, dass den Bürgern klar geworden sei, dass die Gemeinde schon vor langer Zeit die Hochfläche an Holcim verpachtet habe: "Das ist für uns keine Stellschraube." Die Gemeinde werde im Verfahren Anregungen und Einwendungen vorbringen und versuchen, Holcim auf dem Verhandlungsweg einige Zugeständnisse abzuringen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir etwas erreichen können."

Holcim-Werksleiter Dieter Schillo betonte: "Es war deutlich spürbar, dass allen an einem Austausch auf sachlicher und faktenorientierter Basis gelegen ist. Das ist ganz in unserem Sinne. Wir setzen wie in der Vergangenheit auf einen ehrlichen Austausch. Für die Planung und für Projekte nutzen wir den langjährigen Erfahrungsschatz von renommierten Planungsbüros und Experten." Gutachten, die von Holcim in Auftrag gegeben werden, würden von den Behörden genau geprüft. Schillo: "Wir tun alles, um einen gemeinsamen Kompromiss zu finden." Holcim produziere mit dem Kalkstein einen Baustoff, den jeder nutze. Schillo dankte allen, auch den Mitarbeitern und ehemaligen Mitarbeitern von Holcim, die zur Veranstaltung gekommen waren.

Bernd und Dietmar Walter von der Bürgerinitiative Pro Plettenberg vermissten einen klaren Standpunkt der Gemeinde Dotternhausen zur Süderweiterung. "Bürgermeisterin Adrian hat bei vielen Fragen unsicher gewirkt." Auch sei nicht gesagt worden, auf welche Stoffe die Wasserproben untersucht worden seien. Zudem, so wird kritisiert, hätten sich die Podiumsteilnehmer oft "hinter den Gesetzen versteckt". Nicht ausgeräumt worden seien die Bedenken hinsichtlich der Gefahren, die durch einen Bergsturz drohten.

Insgesamt aber seien die Informationen zur Süderweiterung umfangreich gewesen, die Atmosphäre in der Halle "war sehr gut", betont Dietmar Walter. Sein Bruder Bernd ergänzt: "Die Bürger konnten Luft ablassen und ihre Meinung frei äußern." Wünschenswert wären Stellungnahmen der Bürgermeister aus den Anliegergemeinden gewesen. "Schade" finden es die beiden Ratshausener, dass nur ganz wenige jüngere Bürger anwesend waren.

 
 

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