Von Sylvia Wiegert

Dornstetten. Sie genießt nicht nur in Kunstkreisen Hochachtung, sondern auch bei den Menschen vor Ort: Eleonore Kötter hat gemeinsam mit der Volksbank ihr viertes Buch auf den Markt gebracht. Am Samstag wurde es präsentiert, bei einer Feierstunde, die gleichsam Auftakt für das Jubiläumsjahr 2013 der Dornstetter Bank war.Diesmal ging es nicht um nüchterne Bilanzen und nackte Zahlen: Die Dornstetter Volksbank eröffnete ihr Jubiläumsjahr zum 125-jährigen Bestehen mit einem gelungenen Abend für die Sinne. Dazu trugen auch die Musiker Viktor und Ronald Brose bei, die die Feierstunde mit Gitarre und Violine gekonnt musikalisch umrahmten.

"Sie schenken uns zum Jubiläum ein Buch, das Ausdruck ihrer künstlerischen Gabe und ihres kreativen Schaffens ist", bedankte sich Aufsichtsratsvorsitzender Reinhold Johne bei der Künstlerin. "Fließende wandelnde Welt – Wasser!", heißt das neue Buch von Eleonore Kötter, in dem die Künstlerin ihren Blick erneut auf das Gebaute und das Gewachsene richtet. Es enthält Federzeichnungen heimischer Haus-Landschaften, Aquarelle mit Wasser-Miniaturen und Spruchweisheiten in der einzigartigen Handschrift der Künstlerin. Ganz bewusst haben Volksbank und Künstlerin nicht nur Dornstetter Motive für das Werk ausgesucht, sondern Ansichten aus dem gesamten Geschäftsgebiet der Bank.

"Wir möchten das Jubiläum nutzen, um den Menschen der Region etwas Bedeutendes zurückzugeben. Es sollte etwas Bleibendes und Wertvolles sein", erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Gottfried Joos den Gästen. Die Buchpräsentation sei Auftakt einer ganzen Veranstaltungsreihe, die die Bank zum 125-jährigen Bestehen im nächsten Jahr plane.

Sascha Falk, Mitglied im Vorstand der Kunststiftung Eleonore Kötters und Kunsthistoriker, lobte das vierte Buch der Künstlerin als ein "durchdachtes Werk, bei dem es sich lohne, abzutauchen". Wie das Wasser in Kötters Werken, suche sich auch das Leben seinen eigenen Weg, mal plätschernd, mal aufbrausend.

"Am Wasser gebaut", heißt der erste Teil des Buchs. Er zeigt in detailgetreuen Federzeichnungen Stadt-, Architektur- und Landschaftsansichten aus der Region. Fast im Gegensatz dazu steht der zweite Teil: Unter dem Motto "Immer dem Wasser nach" präsentiert die Künstlerin in farbenprächtigen Aquarellen Wasserwelten, bei denen die Atmosphäre, das Licht und die Stimmung im Vordergrund stehen. "Sie dringen mit diesen Werken in die Tiefe der Gegenstände und zeigen das Natürliche und das Übernatürliche zugleich", lobte Falk das neue Buch.

Eleonore Kötter hob am Samstag ihre enge Verbundenheit zur Dornstetter Volksbank hervor. Bereits zum 75-jährigen Bestehen haben sie eine "Ahnen-Galerie" erstellt, Federzeichnungen der bisher sieben Bankhäuser, die die äußere Entwicklung der Genossenschaft in der Stadt dokumentieren: vom anfänglich bescheidenen Rechnungslokal bis hin zum heutigen Neubau am Tor zur Altstadt. Ihr neues Buch soll einen besonderen Akzent zum Jubiläum setzen und eine besinnliche Begleitung im bevorstehenden Jubiläumsjahr sein, wünscht sie sich. Dass dies gelungen ist, bescheinigte Aufsichtsratsmitglied Stefan Greza: Das Werk zeige nicht nur, wie sehr die Bank der Region und ihren Menschen verbunden sei, sondern auch, welche Schätze diese Gegend zu bieten habe.

Zum Jubiläum gab es gleichsam auch eine Premiere: Die neue Schülergenossenschaft des Gymnasiums, die in Zusammenarbeit mit der Volksbank kürzlich aus der Taufe gehoben wurde, machte ihrem Namen am Samstag alle Ehre: Die "Eventer" sorgten professionell für die Bewirtung der Gäste und einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.