Von Uwe Ade

Dornstetten. Nähen, Stricken, Häkeln und Klöppeln und viele der dabei entstandenen Handarbeiten stehen im Blickpunkt der Sonderausstellung "Schätze aus Großmutters Nähkästchen" im Heimatmuseum in Dornstetten. Der Heimat- und Museumsverein Dornstetten, Glatten, Schopfloch und Waldachtal zeigt bis 10. März eine von Edeltraud Schlumpberger zusammengestellte Ausstellung.

"Sie werden Exponate entdecken, die in liebevoller Arbeit erstellt wurden", sagte Johanna Wössner, Leiterin der Tourist-Information Dornstetten, die seit wenigen Tagen auch offiziell Leiterin des Heimatmuseums Dornstetten ist, in ihrem Grußwort.

Friedrich Reuff, der bei der Organisation an vorderster Stelle dabei war, führte in die Ausstellung ein. Er betonte, dass es Edeltraud Schlumpberger aus Gerstetten-Dettingen zu verdanken sei, dass diese Ausstellung überhaupt zustande kam. Die Bekannte von ihm hat viele Ausstellungsstücke nicht nur zusammengetragen, sondern auch die Ausstellung konzipiert und gestaltet. In einem Schreiben wies Edeltraud Schlumpberger darauf hin, dass der Gedanke zu "Schätze aus Großmutters Nähkästchen" aus ihren Kontakten zur älteren Generation entstanden sei. Diese hätten in einer vom Krieg und dessen Folgen geprägten Zeit gelebt. Damals habe auch ein alter Hosenknopf zu den aufbewahrenswerten Gegenständen gezählt.

Schon vor mehr als 3000 Jahren seien Stoffe und Lederstücke zusammengenäht worden, informierte Reuff weiter. Dokumentiert wird dies in der Ausstellung auch mit Leihgaben aus dem privaten Fingerhutmuseum Creglingen. Das wohl älteste Stück ist ein zirka 2400 Jahre alter Fingerhut aus der Römerzeit. Historische mit Pedalen angetriebene Nähmaschinen und ein Handstrickapparat ergänzen die Dokumentation.

In Sonderführungen gezeigt werden am Sonntag, 16. Dezember, das Klöppeln und am Sonntag, 13. Januar, das Spinnen. Ein "Strickkränzle" ist jeweils für Mittwoch, 12. Dezember, und Mittwoch, 23. Januar, geplant.