Dornstetten Lob und Tadel für die Stadtoberen

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Zum gemeinsamen Maskenabstauben und zur Hästaufe hatten sich die Drillerhansele, Narrenzunft und Aischbachwaldhexen rund um den Marktplatzbrunnen versammelt. Nach dem Abstauben wurden bei allen drei Gruppen die neuen Hästräger (im Bild zusammen mit den Zunft- und Zeremonienmeistern) getauft. Foto: Ade Foto: Schwarzwälder-Bote

"Endlich ist es so weit – ab heute ist wieder Schnoga-klopfer-, Pestbutza- und Drillerhanselezeit!" rief Melanie Kirgis, Vorsitzende der Narrenzunft Dornstetten, zur Begrüßung auf dem Marktplatz zum Start in die Fasnetszeit.

Dornstetten. Bereits zum dritten Mal veranstalteten die Narrenzunft Dornstetten mit Schnogaklopfern und Pestbutza sowie die Narrengruppe Drillerhansele mit Drillerhansele, Fuxlochweible und Schurkenfängern die Hästaufe und das Makenabstauben in einer gemeinsamen Zeremonie auf dem Marktplatz. Mit dabei waren auch die Patenkinder der Narrenzunft, die Aischbachwaldhexen.

Bei eisiger Kälte zogen die Narren auf dem Marktplatz ein und vollzogen die Zeremonie. Unter den Besuchern hieß Zunftmeisterin Kirgis auch Bürgermeister Bernhard Haas willkommen. "Es wird eine achtwöchige Kampagne voller Freude und Heiterkeit", gab sie sich überzeugt und nannte als einen Höhepunkt die gemeinsame Ausfahrt der beiden Gruppen mit Vertretern der Stadt zum Jubiläumsumzug nach Reilingen. Schade fand es die Zunftmeisterin, dass dieses Jahr wegen zu wenig Musikern die Narrenkapelle aussetzen müsse. Sie hoffe auf raschen Zuwachs.

Zur Narrenschelte hatten beide Dornstetter Gruppen wieder einiges zusammengetragen und wagten auch einen Ausblick auf das Stadtjubiläum: "Teuer, aber das Fest der Feste für unsere Bürger und die Gäste, wird der Geburtstag unserer Stadt, die ihren Eintausendzweihundertfünfzigsten hat." Die Narren versprachen schon jetzt, kräftig mitzufeiern. Als "Spezialisten für Umzugsfragen" helfe man gerne und sei auch mit Wagen vertreten. Das gemeinsame Fest für Dornstetten, Hallwangen und Aach führe hoffentlich auch zu einem guten Miteinander danach: "Da sollte sich das Kirchturmdenken unser Gemeinderat auch wirklich schenken."

In Reimform und im Wechsel hielten die Zeremonienmeister Bernd Haisch, Drillerhansele, und Andreas Ammer, Narrenzunft, die Narrenrede. Neben Spott zum Aacher Buckel und Dornstetter Kreuz ("Scheißegal, den Bauherrn freut’s!") hatten sie auch Lob für Bürgermeister und Gemeinderat parat: etwa für den Weihnachtsschmuck in der Stadt und "des Landkreis’ größter Weihnachtsbaum – ein wirklich toller Wintertraum". "Dass Traditionen wichtig sind, habt ihr gemerkt", hieß es weiter. "Zwar seid ihr vom Weihnachtsmärktle abgekehrt, bei Nikolaus und Engel habt ihr euch aber besonnen, die dürfen zur Freude der Kinder wieder kommen."

Die Bahnhofsstraße war einmal mehr Thema: "In die Straßenverschwenkung eingebunden, ist durch Norma und Rossmann der Schandfleck verschwunden. Hier steht nun statt Container, Müll und Dreck Discounter, Drogerie und an Bäck." Auch der Parkplatz am Schwimmbad tauchte wieder auf: "Nur noch Furchen aus Split – der Parkgrund aus Kies zum Befahren ehrlich mies", stellten die Narren fest, und forderten: "He Schultes, wie wär’s endlich mit Teer? Uns tät das Schelten dann vergehn, mit einem Parkdeck wunderschön."

Narrengericht mit den Kächeles am 19. Februar

Zum Abschluss gingen die beiden Zeremonienmeister auf das Narrengericht ein, das am 19. Februar tagt. Angeklagt seien diesmal Karl-Eugen und Käthe Kächele: "Ein Älbler Ehepaar steht vor Gericht, ein Dornstetter Urteil hat eben Gewicht."

Nach dem Maskenabstauben tauften Drillerhansele, Narrenzunft und Aischbachwaldhexen nacheinander die neuen Hästräger. Bei den Drillerhansele wurden Christoph Eisenbeis, Johanna Götz, Sven Haisch, Lea Helber, Anne und Lena Holzmann, Elza Stahl, Leonhard Stahl, Chris Thewes, Max Thewes, Xana und Xara Thewes getauft. Bei der Narrenzunft kamen Phil Kirgis, Julian Wahnsiedler, Anna-Lena Sauer, Lisa-Marie Sauer, Sybille Sauer und Jennifer Schwarz zu den Schnogaklopfern dazu, Daniel Lampart und Tobias Kampert sind künftig als Pestbutzen bei der Narrenzunft dabei. Zuwachs gab es mit Jessica Epple und Jessica Fischer auch bei den Aischbachwaldhexen.

Im Anschluss ging es mit dem Hausball im Vereinsheim der Drillerhansele weiter.

 
 

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