
Dornstetten/Schopfloch (dh). Auch um zu dokumentieren, dass der Dornstetter Gemeinderat sich generell für zwei Bahnhaltepunkte im Stadtgebiet ausspricht, hat das Gremium in seiner jüngsten Sitzung bei zwei Gegenstimmen entschieden, dass die Stadt Dornstetten die Vollbeschrankung am Bahnübergang Schopfloch finanziert. Die Abstimmung erfolgte unabhängig von der über die Standorte der Haltepunkte.
Nur durch die Vollschranken in Schopfloch kann nach Auffassung der Bahn ein Fahrzeitgewinn auf der Strecke erzielt werden, der wiederum Voraussetzung für zwei Bahnhaltepunkte in Dornstetten ist. Die Gemeinde Schopfloch hatte eine freiwillige Mitfinanzierung genauso abgelehnt wie die Stadt Freudenstadt. Letztere argumentiert, dass die Haltestelle Grüntal/Wittlensweiler ohne Veränderungen am Fahrplan machbar sei.
Die Haltung der Nachbarn stieß im Dornstetter Gemeinderat auf Kritik. "Es macht keinen Sinn, dass Dornstetten der einzige Zahler ist", sagte Werner Wennagel. Walter Reisbeck bezweifelte, dass dies die letzte Zusatzforderung sei, die die Bahn an Dornstetten stelle. Auch Pascale Peukert fürchtete, "dass noch weitere Kosten kommen".
Verwaltung rechnetmit Zuschuss in Höhe von 70 Prozent
Die Vollschranken kosten rund 108 000 Euro. Ein Zuschuss von 70 Prozent ist laut Dornstetter Verwaltung zu erwarten, so dass die Stadt selbst etwa 32 000 Euro aufbringen muss.