Dornstetten Für psychische Probleme gibt es viele Auslöser

Schwarzwälder-Bote, 03.04.2012 21:00 Uhr

Von Felicia Maier und Büsra Susar

u In letzter Zeit werden immer häufiger Mitteilungen von Verbrechen, die auf Grund einer psychischen Störung begangen worden sind, in der Zeitung veröffentlicht. Bei solchen Vorfällen werden immer mehr Zivilisten verletzt oder sogar getötet. Deshalb fragt man sich, warum es zum Anstieg von psychischen Störungen kommt.

Meistens sind diese psychischen Erkrankungen chronisch, das bedeutet, dass sie schwer zu behandeln sind und der Betroffene sein ganzes Leben unter ihnen leidet. Die Kranken werden in den meisten Fällen mit starken Medikamenten wie Antidepressiva behandelt, doch diese Medikamente sind nicht immer wirksam. Folglich kann es trotzdem dazu kommen, dass sie für Verbrechen verantwortlich sind. Die psychischen Störungen treten häufig in Form von Denkstörungen, Wahnvorstellungen und Halluzinationen auf.

Stress in der Schule und bei der Arbeit oder die Scheidung der Eltern können Gründe für psychische Probleme sein. Außerdem stellt Alkohol- oder Drogenkonsum während einer scheinbar ausweglosen Lebenslage eine häufige Ursache dar, ebenso Internetmobbing, zum Beispiel über Facebook. Doch Facebook ist nicht nur deshalb gefährlich, sondern auch weil die User ihre privaten Informationen preisgeben und sich dadurch ihre Privatsphäre immer mehr auflöst und sie psychisch verletzlicher werden.

Einige der Hauptursachen, die zu einer Erkrankung führen, sind jedoch der Missbrauch im Kindesalter, Vergewaltigungen und Gewalt innerhalb von Familien. Statistiken zufolge wird in vielen Familien Gewalt angewendet, wenn die Eltern keine andere Möglichkeit sehen. Wenn Kinder ihren Eltern nicht gehorchen, geht die Strafe zum Beispiel in manchen Fällen über eine Ohrfeige hinaus. Die meisten psychisch Erkrankten werden in einer Psychiatrie untergebracht und behandelt.

Diejenigen, die ihre Krankheit nicht zeigen und es nicht schaffen, sie zu bewältigen, können in manchen Fällen zu Tätern von Gewaltverbrechen werden. Jedoch können auch Patienten, die frisch aus der Psychiatrie entlassen wurden oder ausgebrochen sind, zu Tätern werden.

Doch Verbrechen sind nicht die einzige mögliche Folge von Erkrankungen. Den Selbstmord sehen manche Erkrankte als scheinbar letzten Ausweg. Da bleibt nur noch die Hoffnung, dass sich die Zahl dieser Verbrechen, die in letzter Zeit so häufig auftreten, nicht noch steigert und dass eine Möglichkeit gefunden wird, die von solchen Störungen Betroffenen erfolgreich zu behandeln.

u Die Autorinnen sind Schülerinnen der Klasse 9a des Gymnasiums Dornstetten

 
 
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