Dornhan Lauser sind jetzt im Schwabenalter
Schwarzwälder-Bote, 10.06.2012 19:02 UhrVon Jens Sikeler
Dornhan-Marschalkenzimmern. Mit einem Festakt feierte die Narrenzunft Dornhan in der Mühlwieshalle ihr 40-jähriges Bestehen. Zunftmeister Jochen Schoch bescheinigte den Gründern in seiner Rede "viel Idealismus und eine gehörige Mut und Unternehmungsgeist".
Sie hätten durch ihr Auftreten bei den Bürgern der Stadt großes Ansehen erlangt, so Schoch. Diesem Erbe fühle er sich verpflichtet. "Ziel ist es, durch einen gesunden Stamm von erfahrenen Mitgliedern das Brauchtum an die Jungen weiterzugeben und somit die altbewährte schwäbisch-alemannische Fasnet im Sinne unserer Gründer weiterleben zu lassen", betonte der Zunftmeister.
Bei seiner Rede blickte Schoch auf eine allenfalls zur Hälfte gefüllte Halle. Wirklich überrascht wirkte Schoch darüber nicht. Immerhin fand zeitgleich das erste Spiel der deutschen Fußallnationalmannschaft bei der EM statt. Seine Enttäuschung darüber, dass die meisten der 502 Mitglieder der Narrenzunft der Veranstaltung ferngeblieben waren, wollte er allerdings nicht verhehlen. Das war aber nicht der einzige Grund für den schwachen Besuch. Auch die Delegationen der verschiedenen Zünfte der Narrenvereinigung Waldgau fielen eher klein aus.
Viel Lob äußerte Bürgermeister Markus Huber. Die Narrenzunft sei eine Bereicherung des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in der Stadt. Der Verein habe großen Zuspruch in der Bevölkerung gefunden.
"Sie feiert das fastnächtliche Brauchtum mit vollem Stolz", sagte Franz Kern, Oberzunftmeister der Narrenvereinigung Waldgau über die Narrenzunft Dornhan. Für Berthold Schneider, den Präsidenten der europäischen Narrenvereinigung Baden-Württemberg, "haben es die Verantwortlichen verstanden, immer wieder die Mitglieder zu motivieren".
Die Narren hatten ein tolles Programm zusammengestellt. Die Zuschauer erlebten eine Premiere. Die zwei Garden der Zunft traten zum ersten Mal zusammen auf. Die Mädchen hatten eine anspruchsvolle Choreographie einstudiert. "Rotkäppchen ganz anders" erlebten die Zuschauer beim zweiten Auftritt der Zunft. Reichlich Beifall erhielt auch der Elferrat, der mit einer Neuinterpretation der "Rocky Horror Picture Show" aufwartete. Für mächtig Stimmung in der Halle sorgte der Fanfarenzug aus Aichhalden. Franz Kern löste schließlich auf ausgesprochen humorvolle Art und Weise ein Kreuzworträtsel. In den Pausen unterhielt die Band Steffi’s Trio das Publikum.
Dornhan-Marschalkenzimmern (js). Am 16. Juni 1972 gründeten 18 Personen die Narrenzunft Dornhan. Sieben von ihnen ehrte der Vorsitzende Jochen Schoch beim Festakt anlässlich des Jubiläums. Er bedankte sich bei Renate Willi, Winfried Frick, Hermann Graf, Günther Kalbacher, Dieter Kopp und Bernd Steinwandt. Ebenfalls seit 40 Jahren gehören Artur Glück, Roland Heinzelmann, Hans Kopp, Fritz Staiger, Walter Willi, Manfred Wössner und Thomas Zeller der Narrenzunft an. Sie erhielten von Schoch eine Urkunde.
Schoch selbst wurde von Franz Kern, dem Oberzunftmeister der Narrenvereinigung Waldgau geehrt. Er gehört dem Narrenrat seit 17 Jahren an. Seit 22 Jahren ist Bernd Rössler in verantwortlicher Position für die Narrenzunft tätig.
Kern ehrte auch Mitglieder der anderen Zünfte aus dem Waldgau. Lothar Luz ist seit 20 Jahren Elferratsmitglied der Narrennzunft Klein Bayern aus Flourn. Ebenso lange gehört Frank Hertenberger dem Vorstand der Narrengilde Glatt an. Nach 15 Jahren schied Doris Haug aus dem Ausschuss der Bettenhauser Schnecken aus.
Zahlreiche Orden verlieh auch Berthold Schneider, der Präsident der Europäischen Narrenvereinigung Baden-Württemberg.





mangelnde Besucherzahl - eher mangelnde Einladung
Lieber Jochen und Vorstandschaft, Ihr wundert Euch über mangelnde Besucherzahlen ? Vielleicht hätte man die Veranstaltung im Vorfeld einfach früher ankündigen sollen. Bei der JHV kommen ca. 10% der Vereinsmitglieder, ein Teil der Aktiven also. Die restlichen geschätzten 450 Mitglieder sind auf Infos aus der Presse angewiesen. Und bei einer Ankündigung 24 Stunden zuvor im Dornhaner Amtsblatt ist das leider als 'zu spät' zu bezeichnen. Wer plant heute schon so kurzfristig sein Wochenende ? Das ganze mal 1-2 Woche schon im Vorfeld anzukündigen wäre sinnvoll gewesen, wurde aber leider von Euch verpaßt. Ich bin jedenfalls davon ausgegangen, daß hier nur geladene Gäste erwünscht sind, sonst wäre ich auch gerne gekommen. Werde das dann in die nächste Büttenrede aufnehmen und Euch einen Wecker schenken, damit Ihr so was beim 50. nicht wieder verpennt. Gruß Heike