Dornhan Höherer Preis soll Anreiz schaffen

Schwarzwälder-Bote, 13.07.2012 18:03 Uhr

Dornhan. Der Rückgang der Streuobstwiesen rund um Dornhan soll gestoppt werden. Kürzlich fand im Barbara-Unmach-Saal des Seniorenzentrums ein Informationsabend zum Erhalt von Streuobstwiesen statt.

Martina Hörrmann von der Streuobst-Initiative Calw-Enzkreis-Freudenstadt stellte die Entstehungsgeschichte und die Vermarktung des Produkts "Schneewittchen" vor. Die Streuobstinitiative wurde gegründet, weil die Zahl der Streuobstwiesen von 1965 bis 2005 um nahezu 50 Prozent zurückgingen. Es wurden Überlegungen angestellt, wie ein höherer Obstpreis erzielt und somit die Attraktivität zum Erhalt der Streuobstwiesen gesteigert werden könnte.

Im Herbst 2003 wurde die Marke "Schneewittchen" eingeführt. Neben Apfel- und Zwetschgensaft bietet die Initiative auch Cidre zum Verkauf an. Das Obst für die Erzeugung kommt von heimischen Streuobstwiesen. Die Erzeuger schließen einen Vertrag mit der Streuobstinitiative ab. Unter anderem wird vereinbart, dass nur unbehandeltes, ungespritztes, frisches und nicht verdorbenes Obst angenommen wird. Die Obstbäume müssen regelmäßig gepflegt und geschnitten werden. Um die Qualität des Produkts zu erhalten, werden die Bäume regelmäßig geprüft. Blatt- und Saftproben werden entnommen.

Das Obst aus der Region Dornhan müsste an die Kelterei Franz in Glatt geliefert werden. Martina Hörrmann könnte es sich vorstellen, den Bereich Dornhan mit einzugliedern. Voraussetzung sei die Kooperation mit Vereinen und das Vorhandensein von Fachwarten.

Mark Prielipp von der Leader-Geschäftsstelle Schiltach erläuterte die Förderrichtlinien. Dem Land sei es wichtig, dass das Streuobst erhalten bleibe. Privatbesitzer könnten Fördermittel für die Neubepflanzung von Flächen oder für den Flächenzukauf erhalten, und zwar bis zu 95 Prozent (Kommunen bis zu 75 Prozent). Peter Keller, Fachberater Gartenbau beim Landratsamt Rottweil, betonte, dass gepflegte Bäume eine bessere Ernte erzielten.

Um ein Konzept für die Region Dornhan zu erstellen, regte Bürgermeister Markus Huber die Bildung eines Arbeitskreises an. Sechs Interessierte erklärten sich bereit, mitzuwirken. Als Termin für ein Treffen wurde Dienstag, 7. August, im Rathaus Dornhan, festgelegt.

 
 
Kommentare (1)
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JUL
31
Checker, 09:49 Uhr

Gedöns

... was macht Ihr für ein Gedöns um die Streuobstwiesen. Klar sind die bei uns orts- und landschaftsprägend. Aber.... wenn es hart auf hart kommt, dann werden die Obstbäume einfach gefällt, ohne Sinn und Verstand... so wie es das Straßenbauamt zwischen Fürnsal und Bettenhausen gemacht hat. Begründung: Unfallgefahr....