Dornhan DRK-Ortsverein braucht dringend Helfer

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Von Petra Haubold

Die DRK-Bereitschaft in Dornhan leistete 2015 mehr als 2250 Helferstunden. Trotzdem kommen jetzt im Ehrenamt personelle Engpässe auf die Ersthelfer zu.

Dornhan. Eine aktive Vereinsarbeit, zahlreiche Helferstunden und die Suche nach neuen Ehrenamtlichen, all das war bei der Jahreshauptversammlung des DRK Ortsvereins Dornhan Thema in den Berichten. Auch zwei Ehrungen standen auf der Agenda.

"Helfer vor Ort fallen nicht vom Himmel, sondern sind Mitbürger, die sich mit großem Einsatz qualifiziert haben. Unser Ortsverein könnte mehr Personal vertragen", betonte Vorsitzender und Bürgermeister Markus Huber zu Beginn der gut besuchten Hauptversammlung, die erstmals im Feuerwehrgerätehaus abgehalten wurde.

Bevor er den Abend mit einem kurzweiligen Rückblick auf die Aktivitäten im vergangenen Jahr eröffnete, nannte Huber Zahlen: Der kleinste Ortsverein im Landkreis verfüge zwar über derzeit 442 Mitglieder, doch seien es bei den Aktiven lediglich 15 Bereitschaftshelfer, drei Jugendliche und etliche Senioren, die im vergangenen Jahr bei zahlreichen Veranstaltungen wieder Enormes geleistet hätten.

Er dankte, der Helferschar, die sich einmal mehr als zuverlässiger Partner der Feuerwehr bewiesen habe. Diese Leistung könne man aber nur aufrechterhalten, wenn es gelinge, weiterhin Menschen für die ehrenamtliche Arbeit im Team zu gewinnen, warb der Vorsitzende für Unterstützung. Mit zwei Blutspendeterminen und insgesamt 471 Konserven erzielte man im vergangenen Jahr wieder ein ordentliches Ergebnis. In diesem Jahr plane man die Blutspendeaktionen wieder in die Stadthalle zu verlegen. Bewusst sollen auch Schüler mit ins Boot genommen werden, denn diese seien die "Blutsender von morgen", so Hubers. Sein besonderer Dank galt im Übrigen Christa und Peter Bausch, die die Kleiderannahmestelle verwalten und im vergangen Jahr "einen Bogen vom DRK zur Flüchtlingshilfe geschlagen haben". Die Höhepunkte 2015, darunter die Einweihungsfeier der Feuerwehr für das neue Fahrzeug und den Besuch der Gäste aus Pont de Vaux, ließ Schriftführerin Sandra Hodum ausführlich Revue passieren.

Von mehr als 73 Gymnastikstunden der beiden Seniorengruppen, die auch bei den Blutspenden ehrenamtlich mithelfen, berichtete Hannelore Brändle: "Eine echte Bereicherung sind neue, treue Teilnehmerinnen", so ihr Fazit. Margot Humm stellte den Ausgaben von rund 31 600 Euro Einnahmen mit 33 800 Euro gegenüber und freute sich über die gute Kassenlage. Dass die Schatzmeisterin gute Arbeit leistete, bestätigte Siegfried Wöhr sichtlich gerne. Der Entlastung durch Rudi Pfau stand also nichts mehr im Wege. Der stellvertretende Bürgermeister würdigte aber nicht nur die Arbeit aller Aktiven im Namen des Gemeinderates, vielmehr sah er im Flüchtlingszustrom für die Dornhaner Helfer eine große Herausforderung: "Und das schaffen wir nur, wenn wir Hand in Hand arbeiten", war sich Pfau sicher.

Dass der Personalstand dringend aufgestockt werden müsse, machte Bereitschaftsleiter Robert Wolff einmal mehr deutlich. Eine beachtliche Gesamtleistung von 2252 Stunden hatte der Bereitschaftsdienst abgeleistet. 119 Einsätze wurden absolviert und 192 Alarmierungen waren es 2015, "also alle 46 Stunden eine", nannte Wolff Fakten. Mittlerweile sei es ein Problem, kurzfristig Helfer für die Einsätze zu bekommen. Deshalb plane man jetzt Info-Veranstaltungen mit Auffrischungskursen in Erster Hilfe, insbesondere in den Teilorten, so Wolff.

Ein aktiver Ortsverein sei unverzichtbar, die Helfer vor Ort seien ein wichtiges Bindungsglied zum Rettungsdienst, erklärte Dieter Gaus vom DRK-Kreisverband Rottweil. Über eine Auszeichnung für zehn Jahre Mitgliedschaft freute sich Tanja Glück. Seit 20 Jahren leistet Christa Bausch ehrenamtlich Dienst am Nächsten. Sie durfte sich über die silberne Ehrennadel freuen.  Zur nächsten Blutspendeaktion am 21. März in der Stadthalle ist jeder Spendenwillige eingeladen.

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