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Dornhan Am Ende viel Lärm um einen schönen Abend

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Mit seiner modernen Interpretation von William Shakespares Klassiker zog das Ensemble sein Publikum in den Bann. Foto: Vollmer Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Hanni Vollmer Dornhan. Tosenden Applaus bekam das Zimmertheater Rottweil für die moderne Interpretation der Shake­speare-Komödie "Viel Lärm um nichts" unter der Regie von Tonio Kleinknecht.

Im hochsommerlichen Freilichtambiente wurde das Publikum mit zwei total unterschiedlichen Paaren in lebhafter, witziger Bühnensprache konfrontiert: Den vor Liebe zergehenden jungen Naivlingen Hero (Franziska Bon) und Claudio (Bastian Thurner) sowie den etwas reiferen Protagonisten Benedikt und Beatrice, hervorragend gespielt von Ralf Schneckenburger und Kristine Walther, er ein intellektueller Liebesskeptiker und sie die spitzzüngige Männerfeindin. Intrigierende Bösewichte gehören zum Leben, also auch auf die Bühne, so will es Shakespeare. Er kannte die dunklen Seiten der menschlichen Seelen, die Sehnsucht nach Zerstörung und Kälte, und hat diese Abgründe in den Personen von Don Juan und Borachio veranschaulicht. Treffsicher vergiften der illegitime Halbbruder von Prinz Pedro und sein Begleiter beim Maskenball Claudios liebesseliges Gemüt, indem sie Don Pedro anschuldigen. Arwid Klaws, der Don Pedro und Don Juan verkörpert, konnte die beiden Charaktere klar abgrenzen.

Mit Borachio und Margaret schlüpfte Dorothee Jakubowski in zwei sehr konträre Nebenrollen, zeigte dabei jedoch nicht weniger komödiante Präsenz. Indes im Leben und somit auf der Bühne gibt es integre Menschen, so Benedikt, der das Ränkespiel durchschaut, mit Beatrice Fronten, Allianzen und Ursachen klärt und die Liebenden Hero und Claudio wieder vereint. Gelungen setzt Patrick Hellenbrand den sehr modernen Leonato, Gouverneur von Messina und Vater von Hero, in Szene. Große Augenblicke beim Komplott, Beatrice und Benedikt zu vereinen. Sie ist ihm dabei würdig, die Wortduelle des ungleichen – oder eher doch gleichen – Paars werden zur Krönung des Stücks. Vergnügt lauscht das Publikum dem sich zähmenden Paar nach dem Motto "Was sich neckt, das liebt sich" und verfolgt, wie der überhebliche Schnösel zum verliebten Gockel wird und wie Beatrice sich leise ihre Liebe gesteht.

Kleinknecht hat mit viel Gespür – trotz einem etwas langatmigen ersten Akt – den Schauspielern eine gebührende Plattform geschaffen, um die herrlichen Charaktere, die Wortschärfe und den prickelnden Witz aufzuzeigen.

 
 
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