Von Gert Ungureanu

Dormettingen. Bei Bürgermeister Anton Müller stand gestern das Telefon nicht still: Er habe zum Start des LEADER-Projekts "Schiefer-Erlebnis" viele positive Rückmeldungen bekommen – aus Dormettingen und auch aus der weiteren Umgebung, sagt Müller.

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"Es war ein toller, wichtiger Tag für Dormettingen", sagt Müller, der in der familienfreundlichen Einrichtung ein Alleinstellungsmerkmal für Dormettingen sieht. Zufrieden? Nein, hochzufrieden sei er, betont der Dormettinger Bürgermeister. Die Resonanz habe die Erwartungen weit übertroffen – ein Zeichen, dass man mit dem Projekt genau richtig liege. Gewiss habe auch das Wetter dazu beigetragen, dass die gesamte Bevölkerung der Schlichemgemeinde gekommen sei. Nicht nur beim Ballonstart seien sie dabei gewesen, sondern auch danach, bei der Führung durch das zehn Hektar große Gelände und bei der Präsentation im Holcim-Werkforum.

Es stimmt ihn zuversichtlich, dass der Schiefer-Erlebnispark gut angenommen wird. Mit 20 000 bis 25 000 Besuchern im Jahr rechnet Müller – denn so viele besuchen im Durchschnitt das Holcim-Werkforum. "Ich bin überzeugt, dass der Löwenanteil auch den Schiefer-Erlebnispark besuchen wird", sagt er. Das sei "unterste Messlatte", aber wenn die Zahlen erreicht würden, sei die Resonanz "ausreichend".

Zum Teil waren Besucher von weit her gekommen. Einige von ihnen hätten auf die Einladungen reagiert, die die Gemeinde verschickt hatte, andere hätten von dem Projekt gehört und seien neugierig geworden. Genau das sei auch beabsichtigt gewesen: "Ein Projekt dieser Größe ist nicht nur für die 1000 Einwohner von Dormettingen gedacht", sagt Müller.

Allein schon die Fossiliensammlung sei von überregionalem Interesse. Auch bisher seien bereits Fachleute aus Hannover gekommen, hätten aber die Besuche stets mit Holcim koordinieren müssen. Jetzt werde der Platz öffentlich zugänglich gemacht, Jedermann könne künftig hier seine eigenen Fossilien suchen. Eine ähnliche Anlage gebe es zwar schon an der Autobahn bei Holzmaden, aber einen Erlebnispark wie den in Dotternhausen mit einem Mix aus Geschichte, Industriegeschichte, Spaß und Entspannung gebe es nirgendwo sonst: "Hier können sich Familien mit Kindern problemlos einen Tag lang wohlfühlen." Daran, dass es Kindern hier gefallen wird, zweifelt Müller nicht: Schon bei der Auftaktveranstaltung seien zahlreiche Kinder da gewesen, sagt Müller.