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Donaueschingen Wolf wird auf der Baar nicht nur mit Freuden begrüßt

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Oliver Schwab aus Aasen ist Schafhalter: "Wir müssen lernen, mit dem Wolf zu leben." Allerdings haben die Schafhalter momentan noch viele offene Fragen. Foto: Jakober Foto: Schwarzwälder-Bote

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Donaueschingen-Hüfingen-Bräunlingen. (jak) Wer heute noch Schafe hält, der macht es nicht, um reich zu werden, sondern aus Leidenschaft. Schäfer, die ihre Tage komplett bei den Tieren verbringen, gibt es kaum noch. Die meisten auf der Baar sind reine Schafhalter: Die Tiere halten sich auf der Weide auf und der Schafhalter schaut zweimal am Tag nach dem Rechten.

Und genau das ist die Sorge, warum der Baaremer Wolf nicht nur mit großer Freude begrüßt wird. "Vielleicht haben wir auch zu viel Angst", sagt Oliver Schwab. Der Aasener züchtet seit neun Jahren Schafe im Nebenerwerb. "Wir müssen lernen, mit dem Wolf umzugehen", sagt der 26-Jährige.

Trotzdem bleibt die Angst, was ist, wenn der Wolf einmal in eine Schafherde gerät. Zum einen ist da der finanzielle Verlust, zum anderen hängt Schwab an jedem seiner Tiere. "Ein Wolf wird nicht nur ein Tier töten."

Schwerverletzte müssten eingeschläfert werden. Hinzu kommt die Frage des finanziellen Ausgleiches. Und weitere offene Punkte: Was passiert, wenn die Schafe in der Panik ausbrechen und beispielsweise vor ein Auto laufen? Wer haftet in diesem Fall? "Es gibt viele offene Fragen", sagt Schwab. Entsprechende Informationen hätten die Schafhalter auf der Baar nicht erhalten.

Die Frage ist: Wie können die Tiere geschützt werden? Zwar gibt es spezielle Zäune, die den Wolf von den Schafen fernhalten sollen, aber diese sind wesentlich teurer, als die Standardexemplare. Eine Alternative wären Herdenschutzhunde, die schon als Welpen bei den Schafen sind, und die die Herde dann nicht hüten, sondern vor Gefahren beschützen. Aber gerade hier in der eng besiedelten Region sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für solche Herdenschutzhunde nicht klar, denn was ist, wenn der Hund andere Hunde oder Spaziergänger als Gefahr für seine Schafherde ansieht.

Schwab hat die Entscheidung bereits getroffen: Er ersetzt seine Zäune durch höhere Exemplare – nicht nur wegen des Wolfs, sondern auch wegen der Hunde. Die Zucht will er nicht aufgeben, sondern ausbauen. Damit steht er ziemlich allein, denn obwohl in Baden-Württemberg nach Bayern die meisten Schafe leben, sind die Zahlen rückläufig.

 
 

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