Donaueschingen Tolle Show und eine großartige Sängerin, die gern Dialekt schwätzt

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Hinten (von links) an den Mikros : David Michael Johnson, Sabrina Weckerlin, Melanie Gebhard, Jenny Schlensker, vorne mit Blumenstrauß der Tannheimer Klinikgeschäftsführer Roland Wehrle mit Kindern der Nachsorgeklinik. Foto: Rademacher Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Christina Rademacher

Donaueschingen. Im vergangenen Jahr wurde sie zur Nummer drei der besten Musical-Darstellerinnen Deutschlands gewählt. Jetzt trat Sabrina Weckerlin im Mozartsaal der Donauhalle auf. Fast ein Heimspiel für die gebürtige Furtwangerin. Ein abwechslungsreiches Programm mit zwei Weltpremieren zugunsten der "Stiftung Deutsche Kinderkrebsnachsorge", für die sich die Sängerin seit zehn Jahren engagiert.

Und so war es auch selbstverständlich, dass sie die Eröffnungsveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen der Organisation gestaltete, die im Jahr 1990 als "Klaus Jürgen Wussow-Stiftung" gegründet wurde. Am 14. November 1997 wurde die Nachsorgeklinik Tannheim eröffnet, die seitdem hundertprozentig ausgelastet ist. Knapp 13 000 Familien haben seither die Klinik durchlaufen, 13 000 Schicksale. Einige davon konnte Hauptinitiator Roland Wehrle begrüßen, ebenso Freunde, Gönner und Sponsoren. Und auch heute sei man auf Spenden angewiesen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. "Ein Skandal im Gesundheitssystem", wie Wehrle bemerkte. Das Motto laute "Unser Patient heißt Familie", diese lernen, Kraft zu schöpfen und den Blick nach vorne zu richten. Es sei eine wunderschöne Arbeit mit Kindern.

Nach vier Jahren hat Sabrina Weckerlin dem Musical "Die Päpstin", in dem sie die Hauptrolle spielt, den Rücken gekehrt. Und so waren die Songs "Einsames Gewand" und "Das bin ich" Teil des Sets. Momentan steht sie in St. Gallen mit dem Musical "Artus" auf der Bühne. Nebenher fliegt sie regelmäßig nach New York, wo sie sich mit dem Komponisten Frank Wildhorn trifft, der in den 80er Jahren für Whitney Houton den Nummer-eins-Hit "Where Do Broken Hearts go" schrieb und derzeit David Hasselhoff produziert.

Wildhorn hat Sabrina Weckerlin 40 Songs auf den Leib geschrieben, in denen sie ihre Leidenschaft für Pop und Soul ausleben kann, wie sie sagt. Aus diesem Fundus wird sie in nächster Zeit ein Album produzieren.

Mit zwei dieser Songs trat sie in der Donauhalle das erste Mal an die Öffentlichkeit. "In The End" war erst am Mittag in einer Jam-Session eingeübt worden, bei "Sad Eyes" wurde sie von Hannes Schautz am Piano begleitet. Beides Balladen, die sich im Laufe des Vortrages steigern und das ganze Stimmvolumen einer großartigen Sängerin offenbaren. Dazwischen wieder leise Passagen. Gleichzeitig eine Frau, die sich freut, daheim auf der Bühne zu stehen, Dialekt "zu schwätzen" und immer wieder den Dialog mit Eltern, Freunden oder den Kindern aus der Krebsklinik sucht und dabei ganz natürlich wirkt. Oder vielleicht ein kommender Weltstar zum Anfassen?

Aber nicht bei allen Songs stand Sabrina Weckerlin selbst im Rampenlicht. Denn sie hatte einige Stars aus der Musical-Szene mit an Bord. Freunde, denen sie gerne die Bühne überließ oder mit ihnen im Duo, Trio oder als Backgroundsängerin performte. Vorne weg David Michael Johnson, Frontsänger von "We Will Rock You", der mit den Rocksongs "Eye Of The Tiger" oder "I Want It All" wahre Begeisterungsstürme auslöste. Oder Maximilian Mann, derzeit als Kaiser Franz Josef im Musical "Elisabeth" unterwegs, mit dem sie das bewegende "Sind denn die Sterne gegen uns" sang. Außerdem Melanie Gebhard und Jenny Schlenkser als Background- und Solosängerinnen. Ein perfekter Abend, den die Besucher mit stehendem Applaus belohnten, eine gut gelaunte Sabrina Weckerlin und ihre sechsköpfige Band, die nach dem großen Finale mit den Kindern der Nachsorgeklinik eine weitere Zugabe spielte und Klinik-Geschäftsführer Roland Wehrle, der sich über eine großzügige Spende für den guten Zweck freute. Was will man mehr ?

  
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