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Donaueschingen Tarif für Stadtbus erhitzt die Gemüter

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Das neue Donaueschinger Stadtbusbüro geht im Rathaus II als Auskunftsstelle an den Start (von links): Ramona Becker, Oberbürgermister Erik Pauly und Matthias Hummel vom Amt für Zentrale Steuerung und Finanzen. Foto: Stadt Foto: Schwarzwälder-Bote

Gummibärchen in hellblauen Tütchen und Buntstifte für die jungen Fahrgäste liegen ebenso bereit wie die Faltfahrpläne für den neuen Donauschinger Stadtbus. Auch technisch ist man gerüstet mit drei neuen Bussen und einem kleineren Rufbus für den Einsatz in den Abendstunden und an Wochenenden.

Donaueschingen (gvo). Nach jahrelangen Beratungen kann und wird es nach der Präsentation des neuen Stadtbusses beim Herbstfest am 7. Oktober am Montag, 9. Oktober, mit dem Regelbetrieb losgehen. Mangels maßgeschneidertem Tarifsystem muss man nun aber mit einem Fehlstart rechnen. Auch in der jüngsten Sitzung der Arbeitsgruppe Stadtbusverkehr wurde dieses Problem nicht gelöst.

Deutlich wird das Dilemma mit einem Blick in die neuen Faltpläne, die den praktischen 30-Minuten-Takt auf drei Schleifen an vielen Haltestellen übersichtlich darstellen – aber kein Wort zu den Tarifen beinhalten. Letztere kommen künftig von den Verkehrsbetrieben Schwarzwald-Baar, differieren aber zu den bisherigen Tarifen deutlich. So würde eine Schülermonatskarte rund das Doppelte (39 Euro) kosten. Die Schulen haben über ihre Elternvertreter bereits ihren Protest signalisiert, weshalb die Fraktionen im Gemeinderat trotz des hohen jährlichen Defizits von prognostizierten 300 000 Euro (bislang 40 000 Euro) schon vor der Sommerpause signalisierten, Tickets zumindest in der Anfangszeit zu subventionieren. "So vertreiben wir die Schüler", kritisierte Konrad Hall am Dienstagabend.

Seine Kritik richtete sich aber auch an die Stadtverwaltung, denn in der Sitzungsvorlage würden wichtige Entscheidungskriterien fehlen. So verliere man so kurz vor dem Stadtbusstart wieder unnötig Zeit. Er vermisste belastbare Zahlen in verschiedenen Subventionsmodellen. Man müsse schließlich wissen, was diese Zuschüsse die Stadt zusätzlich kosten würden. Verärgert zeigte sich auch Wolfgang Karrer (SPD): "Es ist sträflich, dass wir vier Wochen vor dem Start noch über Tarife diskutieren. Dabei wollten wir doch einen vernünftigen Start für den Startbus." Bertolt Wagner sprach gar von einem Marketing-Desaster.

Kritik richtete sich auch an die VSB, die einen von Donaueschingen gewünschten Kurzstreckentarif ablehnt. Dieser sei wegen des komplizierten Tarifgeflechts nicht umsetzbar. Ernüchtert stellte Karrer fest, dass man mit dem Konzept weder den gewünschten ökologischen Aspekt, noch den stadtpolitischen Willen berücksichtigt habe. "Radolfzell hat doch jetzt den Citytarif auch von 2,30 auf einen Euro gesenkt. Das muss doch hier auch möglich sein. Eine Hin- und Rückfahrt für zwei zum Krankenhaus dürfe keine zehn Euro kosten", schimpfte Karrer. Den Citytarif könne Donaueschingen anbieten, müsse diesen aber auch bezahlen, stellte VSB-Chef Thomas Mager klar. Bis zur nächsten Gemeinderatsitzung am 26. September versprach Oberbürgermeister Erik Pauly eine umfassende Vorlage mit Zahlenbeispielen und Kosten. Er wolle sich als Mitglied im Verkehrsausschuss des Kreistages auch für einen Kurzstreckentarif stark machen.

Sicher umgesetzt werden soll ein günstigerer Monatstarif für Grund- und Förderschüler, weil diese Gruppe Zusatzangebote der teureren ­Abokarten nicht nutzen.

Der neue "Donaueschingenbus" nimmt am Montag, 9. Oktober, den Betrieb auf. Erfahrungsgemäß wollen die Leute schon im Vorfeld bestimmte Dinge genauer wissen. Deshalb öffnet schon drei Wochen vor dem Start ein Servicepoint für alle Fragen rund um die öffentliche Mobilität. Das neue Stadtbusbüro befindet sich im Eingangsbereich des Rathauses II und bietet ab dem 14. September jeden Donnerstag von 15 Uhr bis 17.30 Uhr allen Service rund um die flinken Busse (Fahrpläne, Tarife und Ermäßigungen, Schüler und Lehrlinge, Senioren, Rufbus).

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