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Donaueschingen So vielfältig präsentiert sich Kunst aus dem Südwesten

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Das riesige Wasserrad aus rostigem Baustahl von Walter Zepf ist ein Blickfang in der aktuellen Kunstschau. Foto: Simon Foto: Schwarzwälder-Bote

Donaueschingen. Nach dem Besuch der Biennale in Venedig, der Documenta in Kassel, der Skulptur Projekte in Münster sowie der Art Basel und somit einer hochdosierten Konzentration internationaler Kunst kann es durchaus auch einmal passieren, dass man die Kunst in der vermeintlichen Provinz nicht mehr als solche wahrnimmt.

Zum Beispiel bei der Verpackung eines 40-Zoll-Flachbildschirms mit darüber geworfener Plane: An den prominenten Orten wird es sofort als Kunst angesehen, in den Donauhallen, wo derzeit die Ausstellung "Donaueschinger Regionale" stattfindet, vergewissert man sich stattdessen besser beim Aufsichtspersonal, dass das Objekt nicht vom Aufbau übrig geblieben ist.

Tatsächlich stammt die Arbeit von der Göppinger Künstlerin Monika Drach. Ihr "Global Home" ist eine von insgesamt 598 zur jurierten Ausstellung eingereichten Arbeiten. 164 Künstler haben sich den Preisrichtern gestellt, letztlich blieben noch 39 Kunstschaffende mit 46 Arbeiten übrig.

Als die Regionale 2003 ins Leben gerufen wurde, war es die primäre Idee hinter dem Projekt, einen repräsentativen Überblick über die Gegenwartskunst der Region zu bieten.

Was erwartet nun die Besucher bei der aktuellen Ausgabe? Sicherlich kein repräsentatives Abbild der regionalen zeitgenössischen Kunst. Stattdessen eine überraschend großzügig arrangierte Ausstellung mit überwiegend kleinformatigen Arbeiten, in deren Zentrum das riesige Wasserrad aus rostigem Baustahl von Walter Zepf dominiert, zumindest im Vergleich zu den vorangegangenen Regionalen.

Auf der exponierten Empore gibt es eine fragwürdige Neuerung zu sehen: Die Ausstellungskonzeption ist um eine wechselnde Kooperation mit Kunstakademien erweitert worden. Dieses Jahr ist die Kunstakademie Stuttgart mit der Malereiklasse von Holger Bunk dabei.

Dem künstlerischen Nachwuchs solle damit eine Ausstellungsmöglichkeit in professionellem Umfeld gegeben werden, und die Ausstellung bekomme einen weiteren Anziehungspunkt, so die Idee der Veranstalter. Die Regionale leiste somit einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bewusstseinsbildung in der Region. Ob sie das wirklich schafft, ist mehr als fraglich.

Doch wenn man die Regionale als eine x-beliebige Gruppenausstellung sieht, kann man durchaus interessante Positionen entdecken. Zum Beispiel die Arbeit "living in the box" von Petra Rosenthal. Auf den ersten Blick sieht das Bild dreidimensional aus, die nähere Auseinandersetzung lässt Malerei vermuten. Tatsächlich handelt es sich um perfekte Fotografie.

Gleich daneben gibt es die kleinformatige "Wölfin" aus Acrylharz von Prapatti Susanne Starke zu entdecken und die ebenfalls kleinen "Feldpost"-Objekte des Künstlerpaares Ariane Faller und Mateusz Budasz.

Frank Altmann überzeugt mit seinem ironisch-postmodernen "Vogelhäuschen" und Esther Glück mit ihren subtilen Papierschnitten. Sabine Krusche ist mit ihrem malerischen Video "Zellprozesse" vertreten und das Künstlerduo Müller & Sohn mit filmisch dokumentierten Aktionen im Naturraum.

Und was macht die Malerei? Sie kann sich mal relativ abstrahiert äußern wie bei dem "dark mirror" von Elisabeth Bereznicki – oder auch mal dezidiert gegenständlich wie beispielsweise bei Ava Smitmans. Für ihre Mischtechniken, in der Hinterhöfe oder leerstehende Geschäfte thematisiert werden, hat sie den Jurypreis der diesjährigen Regionale erhalten. Gerechtfertigt? Am besten hingehen und sich selbst ein Urteil bilden.

Teilnahmeberechtigt an der Regionale sind Künstler, deren Lebens- und Tätigkeitsschwerpunkt sich in den Regierungsbezirken Südbaden und Südwürttemberg, sowie den Landkreisen Baden-Baden, Rastatt, Stadt- und Landkreis Karlsruhe, Freudenstadt, Calw, Enzkreis, Pforzheim, Böblingen, Stuttgart, Esslingen, Göppingen befindet. Die Ausstellung ist in den Donaueschinger Donauhallen bis 2. Juli werktags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr zu sehen.

 
 

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Cornelia Spitz

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