Donaueschingen-Wolterdingen - Ob Tierhilfe, Umweltschutz, Hilfe für in Not geratene Kinder, Katzen oder sonstige Geschöpfe - kurz vor Weihnachten sind sie wieder unterwegs: Spendensammler im Namen der Barmherzigkeit, die um ein paar Euro bitten, die das Leid abstellen sollen. Es gibt viele Gründe zu helfen und so öffnen gerade jetzt auch wieder arglos Bürger die Haustür. Ahnungslos, mit welchen Tricks sie dann oftmals übers Ohr gehauen werden.

So geschehen wohl auch in Wolterdingen, dort griff die Polizei am Mittwoch kurz nach 15 Uhr zwei Männer mittleren Alters auf, die sich nicht wegen ihrer osteuropäischen Herkunft verdächtig gemacht hatten, sondern eben weil sie dort sammelten. Auch wenn es dabei nicht immer ums Geld geht, so sollte man keinesfalls etwas unterschreiben. Auch nicht die harmlos erscheinende Erklärung, dass der Sammler nur da war. Allzu oft verbergen sich dahinter ein Vertrag oder eine Einzugsermächtigung, heißt es hierzu. Und wer eine Sammlung durchführt, muss auch einen Ausweis vom Veranstalter vorlegen können.

Ein konkreter Verdacht stellte sich am Mittwoch bei der Überprüfung durch die Polizei jedoch nicht heraus. Doch machte die Beamten ein in der Nähe des Aufgriffsort in Wolterdingen gefundener Hausschlüssel stutzig, der bei dem Wetter offensichtlich nicht lange dort im Schnee unbedeckt gelegen haben konnte. Für diesen hatten die beiden Osteuropäer keine Erklärung und ein Zusammenhang ließ sich auch nicht herleiten.

Nun sucht die Polizei den Eigentümer des relativ auffälligen Schlüssels. Immerhin sei es denkbar, dass zur Vorbereitung eines unbefugten Zutritts zu einer Wohnung dieser dort bei einem Gespräch unbemekrt in falsche Hände geraten sein könnte. Hinweise an das Polizeirevier Donaueschingen, Telefon 9771/837830.