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Donaueschingen Nächste Entscheidungen im September

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Mit Infotafeln am Ortseingang von Neudingen will die Gruppe auf sich aufmerksam machen. Weitere Infos sind auf der Homepage www.gegenwind-laenge.de zu finden. (Von links): Herbert Scherer, Erich Förderer, Karl Scherer, Manfred Kaiser, Thomas Schroff, Alfred Rothmund, Edgar Schmieder, Angelika Sitte und Lucia Bausch. Foto: Wieland Foto: Schwarzwälder-Bote

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Werden der Höhenzug Länge und der anschließende Ettenberg zwischen Blumberger sowie Hüfinger und Donaueschinger Gemarkung mit einem Dutzend Windrädern zum großen Windpark?

Donaueschingen/Hüfingen. Wenn es nach den Windkraftgegnern geht, muss das Millionenprojekt gestoppt werden. Einen Hoffnungsschimmer gab es, als nach der erteilten Genehmigung durch das Landratsamt zum Jahresende dann die Höhere Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium im Februar unter anderem Nachbesserungen bei den artenschutzrechtlichen Prüfungen forderte. Somit war die anstehende Rodung einer rund 17 Hektar großen Waldfläche vorerst gestoppt. Zudem wurde nach Angaben von Hüfingens Bürgermeister Michael Kollmeier eine der 13 Anlagen wegen ihrer Nähe zu Milan-Horsten gestrichen.

Noch haben Investoren nichts nachgereicht

Noch haben die Investoren bei den Behörden nichts nachgereicht. Ein richtungsweisender Erörterungstermin zu den offenen Fragen und Forderungen ist inzwischen aber auf September terminiert.

Die Windkraftgegner waren in dieser Zeit aktiv und haben gleich drei Petitionen beim Landtag eingereicht, um das Projekt zu Fall zu bringen. Parallel ist die Zahl der Gegner weiter angestiegen. Von 800 Bürgern, die Widersprüche und Petitionen unterschrieben haben, sprechen die Projektgegner nun. Und bei einer weiteren Infoveranstaltung am Donnerstag, 29. Juni, 19 Uhr, in der Neudinger "Sonne" wollen sie weitere Mitstreiter finden.

Als der Windkraft-Flächennutzungsplan des Gemeindeverwaltungsverbands Ende 2013 vom Regierungspräsidium vorgestellt wurde und darin die Länge und ein Waldgebiet bei Bräunlingen als Standorte für Windräder ausgewiesen wurden, regte sich kein Widerstand, ebenso nach Unterzeichnung der Verträge durch die beteiligten Kommunen Blumberg (mit Green City Energy, München), Hüfingen und Donaueschingen (Solarcomplex AG, Singen). Erst als das Ausmaß der Rodungen bekannt wurde, gab es Proteste, zunächst von außerhalb der Baar: Ueli Joos aus Stühlingen informiert regelmäßig politische Entscheidungsträger und Presse über die, wie er sagt "Fehlentwicklungen" in der Windenergie-Politik und greift diese in seinen Rundschreiben auch an, wenn diese nicht nach seinem Sinn handeln oder berichten.

Zuletzt traf es den Hüfinger CDU-Stadtverband, den Joos als "verantwortungslos" handelnd und demokratiefeindlich bezeichnete, weil dieser sich als falsche Adresse für das Windkraft-Anliegen sah. Als Konsequenz ließ sich Donaueschingens OB Erik Pauly jetzt aus dem Mail-Verteiler entfernen. Er werde auch nicht zum Infoabend gehen. Schließlich habe es ein langes Beteiligungsverfahren mit dem bekannten Ergebnis gegeben. Jetzt seien übergeordnete Behörden oder der Landtag gefragt.

Seit einigen Monaten macht sich auch die Bürgerinitiative zum Schutz des Hochschwarzwaldes stark für den Baustopp auf der Baar, und inzwischen hat sich eine Baaremer Abteilung angeschlossen. Die örtlichen Mitstreiter warnen vor einer radikalen Veränderung des Landschaftsbilds und einem heftigen Eingriff in den Lebensraum der Tiere, vor allem der Vögel. Das Windvorkommen sei zudem zu schwach an diesem Standort, wie das bestehende Rad und dessen Bilanz zeigten, sagt beispielsweise der Neudinger Karl Scherer. Er kritisiert auch, dass man über die Pläne des Windparkbaus schlecht informiert worden sei.

Beim Infoabend am Donnerstag, 29. Juni, 19 Uhr, in der "Sonne" in Neudingen werden Werner Ross aus Titisee-Neustadt zu möglichen gesundheitlichen Folgen von Windkraftanlagen und der Stühlinger Windkraftgegner Ueli Joss über die jüngste Ausschreibung der Bundesnetzagentur informieren. Zudem gibt es eine Fragerunde.

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