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Donaueschingen Mit Informationen reichlich gefüttert

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Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Klaus Spathelf

Donaueschingen. Der Andrang war riesengroß. Über 400 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich bei der Podiumsdiskussion des Schwarzwälder Boten mit den drei OB-Kandidaten Björn Klotzbücher, Erik Pauly und Roland Wössner einen Eindruck zu verschaffen und sich über die Positionen zu verschiedenen Themen einen eigenen Reim zu machen.

Dabei haben die Zuhörer im Strawinskysaal auch allerlei Neuigkeiten erfahren. So muss bei Roland Wössner in seiner frühen Jugend der Beruf des Lokführers stark angelegt gewesen sein, denn er hegte den Wunsch, als Nachfolger der erfolgreichen Stadtoberhäupter Bernhard Everke und Thorsten Frei auf den fahrenden des von Thorsten Frei zuletzt gesteuerten Intercity-Expresses aufzuspringen und erfolgreich weiter zu steuern. Erik Pauly brachte beim Wirtschaftsstandort Donaueschingen auch das kalifornische Silicon Valley ins Spiel, wurde aber gleich von seinem Kollegen Björn Klotzbücher ausgebremst, der gerade die Vielseitigkeit der Donaueschinger Wirtschaft hervorgehoben hat.

Die Schullandschaft in Donaueschingen war ebenso ein heiß diskutiertes Thema wie der Vorwurf einer Zuhörerin, bei der Betreuung der Jugendlichen, die nicht in die Musikschule und keinen Zugang zu etwaigen Vereinen haben, zu wenig getan zu haben. Alle drei Kandidaten sahen Investitionen in die Jugend als eine Investition in die Zukunft und kamen sogar zu dem Ergebnis, sich bei einem gemeinsamen Treffen in der Stadtmühle diesem wichtigen Thema anzunehmen.

Mario Mosbacher, seit Oktober Chef des Fürstenberg-Gymnasiums war überrascht darüber, welch großer Raum die Donaueschinger Schulpolitik eingenommen hat, inklusive der Diskussion um die neue Schulform der Gemeinschaftsschule. "Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Thema auf so großes Interesse stößt. Es ist aber klar, dass man nach der Sanierung des FG die Frage angehen muss, was passiert mit der Realschule." Mosbacher war im übrigen von der Veranstaltung sehr angetan, eine Priorität für einen Kandidaten konnte ihm nicht abgerungen werden. "Auch nach der Veranstaltung habe ich mich noch nicht entschieden. Von allen drei Kandidaten habe ich etwas mitgenommen. Jetzt habe ich noch knapp drei Wochen Zeit, um mich für einen Kandidaten zu entscheiden."

Die im Saal anwesenden Pädagogen wie Claudia Weishaar waren förmlich süchtig nach neuen Infos über die Gemeinschaftsschulen. Eric Pauly outete sich als Gegner dieses neuen Schultyps, Björn Klotzbücher machte das Funktionieren von der Anzahl der Lehrer abhängig, weil die individuelle Betreuung in diesem Schultyp eine herausragende Rolle spiele.

Roland Wössner hat sich in dieser Frage diplomatischer verhalten, in dem er die regionale Schulentwicklung des Schulamtes angesprochen und daraus folgernd die Gemeinschaftsschule als eine mögliche Schulform bezeichnet hat. Welche Schulformen sich letztendlich durchsetzen werden, ist eine vielschichtige Frage, bei der die Politik sprich die Landesregierung kräftig mitmischen wird.

Beim Thema Tourismus und Zukunftsentwicklung durften die Kandidaten auch über das Jahr 3000 philosophieren. Pauly erinnerte an eine geplante Seilbahn in Konstanz, Wössner regte an, ein Laufband von der Peripherie ins Zentrum zu installieren, Klotzbücher sinnierte über ein Stadtbuskonzept wie in Dornbirn. Gesagt, getan. Die Zuhörer goutierten die Äußerungen mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

Manche Bürger mit kommunalpolitischer Vergangenheit machten aus ihrer Meinung keine Mördergrube und gingen mit den Kandidaten auch hart ins Gericht, so wie die Ex-Stadträtin Anja Teubert. "Von den drei Kandidaten habe ich einen Bewerber gesehen, der viel redet, ohne etwas Konkretes zu sagen. Dazu kommen zwei Bewerber, die mit Herzblut bei der Sache sind und sich für alle Bereiche des öffentlichen Lebens interessiert haben."

Das Schlusswort zu dieser Veranstaltung gebührt, wie könnte es auch anders sein, dem Donaueschinger Ex-OB Bernhard Everke. "Der Schwarzwälder Bote hat mit dieser Veranstaltung eine ganz große Leistung erbracht. Er hat den Zuhörern die Chancen geboten, sich einen objektiven Eindruck von den Kandidaten zu verschaffen. Die Fragen dazu waren ausgesprochen gut, und jetzt können sich die Bürgerinnen und Bürger zu Hause eine Meinung bilden. Sie werden es mir nachsehen, dass ich mich zu den Kandidaten in der Öffentlichkeit nicht äußern werde."

 
 

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Cornelia Spitz

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