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Donaueschingen "Mein Haus hat Zukunft", oder nicht?

Schwarzwälder-Bote, vom 07.10.2011 00:28 Uhr
Wird trotz schlechter Zwischenbilanz nicht müde, für das Sanierungsprogramm "Mein Haus hat Zukunft" engagiert zu werben: Umweltberater Gerhard Bronner. Immerhin läuft es besser als landesweit im Schnitt.  
Foto: Bombardi Foto: Schwarzwälder-Bote
Wird trotz schlechter Zwischenbilanz nicht müde, für das Sanierungsprogramm "Mein Haus hat Zukunft" engagiert zu werben: Umweltberater Gerhard Bronner. Immerhin läuft es besser als landesweit im Schnitt. Foto: Bombardi Foto: Schwarzwälder-Bote

Donaueschingen (bo). Einen etwas schleppenden Verlauf nimmt das Projekt "Mein Haus hat Zukunft", das Umweltberater Gerhard Bronner seit einem Jahr gebetsmühlenartig landauf, landab propagiert.

2050 will die Republik nicht mehr von fossilen Brennträgern abhängig sein. Deshalb hat sich der Gemeindeverwaltungsverband in Zusammenarbeit mit dem NABU, den Städten und zahlreichen weiteren Einrichtungen dazu entschlossen, Altbausanierungen zu fördern. Zwar nur mit zwei Prozent – diese sind schließlich das Sahnehäubchen auf die ohnehin schon großzügige Förderung von KfW und andere staatliche Zuschüsse.

Ein absolutes Muss, um in den Genuss der Förderung zu kommen, ist ein Energiebericht, in dem die jeweiligen Einsparmöglichkeiten aufgezeigt werden. Dafür gibt es weitere 100 Euro Fördergelder.

Laut Bronner ist das Ziel, bis Ende des Jahres 400 Energiesparmaßnahmen in 200 Gebäuden zu realisieren, tief gesteckt. Er ist überzeugt, dass es in jedem vor 1984 errichteten Gebäude mindestens zwei Energieeinsparmöglichkeiten gibt. Dennoch: Bislang ist das Ziel deutlich verfehlt. Aktuell haben 60 Bauherren 120 Maßnahmen angemeldet. Zehn Bauherren sprangen wieder ab, nachdem sie hörten, die Förderung sei an die Auswahl von Handwerkern und Ingenieurbüros einer vorgegebenen Liste gebunden. Auch gaben einige an, über eigene Handwerker günstiger zu einem Energiebericht zu kommen.

Bronner lässt sich dennoch nicht entmutigen. Das Öl sei offensichtlich noch zu billig und schließlich müssten die geschätzten 40 Altbausanierungen, die außerhalb des Förderprogramms laufen, hinzugerechnet werden.

Allgemein wertet er die Entwicklung positiv, da die Sanierungsquote entgegen dem Bundestrend gehalten werden kann. Auch steigt in letzter Zeit die Resonanz.

Am 15. Oktober beginnt um 14 Uhr in der Altstadt Hüfingen eine Veranstaltung unter dem Titel "Neues Leben in alten Mauern". Auf einer Exkursion haben die Besucher die Möglichkeit, sich in sieben Gebäuden in Hüfingen, Bräunlingen, Sumpfohren und Hondingen von erfolgreichen Energiesanierungsmaßnahmen zu überzeugen. Ende November wird in Donaueschingen in einer Abschlussveranstaltung Bilanz zum Projekt "Mein Haus hat Zukunft" gezogen. Zu Gast ist Landesumweltminister Franz Untersteller.

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