Von Franz-J. Filipp Donaueschingen. Die 53 Aussteller des Hobby und Kunst Marktes 2013 bieten am 9. und 10. März ein vielschichtiges Kaleidoskop an künstlerischen Schaffens. Auch dieses Jahr können die Besucher dabei die Fertigkeiten in verschiedenen Maltechniken – etwa der Hinterglasmalerei, Enkaustik (Wachsmaltechnik), Bilder mit Blattgold, Airbrush oder Seidenmalerei – bewundern. Auch diesmal gibt es die verschiedensten Textilartikel zu bewundern und zu erwerben. Etwa Decken, Bären, Puppenkleider und gefilzte Gegenstände. Von Hosenträgern, handgefertigter Keramik-Figuren, Schmuckkreationen. Holzpielzeug oder Puppen sind darunter. Auch leckere Pralinen, Zucker- und Schokoladen Osterhasen gibt es wieder zum Naschen. Bis ins Jahr 2005 hatte die Stadt Donaueschingen die Ausstellung federführend durchgeführt, die mit 22 Ausstellern – darunter allein zwölf Künstler mit ihren Bildern – immer weniger Akzeptanz erfahren hatte. Die Stadt begründete ihren Rückzug als Organisator mit Verweis auf die Kosten, die bei knapp 1700 Euro für die Hallenmiete liegen.

Dann ergriffen Lydia und Willi Hönle die Initiative, um die für Hobbykünstler aus der Region wichtige Veranstaltung nicht sterben zu lassen und haben Jahr für Jahr einen größeren Kreis an Kunstschaffenden für dieses beliebte Schaufenster regionaler Kunst gewinnen können.

Unter den Ausstellern findet sich so auch Adalbert Emser (66) aus Lindau mit einem doch außergewöhnlichen Hobby: Er bestückt alte Glühbirnen mit Flugzeug- und Schiffsmodellen, sowie Fotos. An seinem Stand wird es eine "Mitmachwerkstatt" geben, in der man mitgebrachte Bilder auf Papier oder in digitaler Form oder selbst kleine Segelschiffe unter seiner Anleitung in alte Glühbirnen einbringen kann. Ein USB-Stick mit einem Ft kann hierzu mitgebracht werden.

Emser, der früher als Maschinenkonstrukteur für die H&S Tee-Gesellschaft mbH in Kressbronn tätig war, hatte sein seltenes Hobby bereits vor 50 Jahren entdeckt. Damals sollte er als Schüler im Werkunterricht "irgend etwas konstruieren". In zwei Stunden hatte er sein erstes Buddelschiff fertig und damit die staunenden Blick auf sich gezogen.

Über zwei Jahre war das kleine Wikkinger-Schiff, aus Streichhölzern mit UHU in die Flasche geklebt, in einer Vitrine der Schule zu bewundern. Anlässlich der Aufführung des Fliegenden Holländers auf der Bregenzer Festspielbühne kam ihm die Idee, dass für die filigranen Kunstwerke auch in Glühlampen Platz ist. Diese haben nach den Worten von Adalbert Emser zudem eine viel bessere Güte des Glases. In Donaueschingen stellt der Lindauer Künstler eine Miniaturausgabe der "Black Pearl" in einer eigens hergestellten Rosenkugel aus, ebenso ein Flugzeug der Gebrüder Wright in einer übergroßen Glühbirne mit E40-Gewinde, die von einem Leuchtturm in Stralsund stammt.

Auch in diesem Jahr wird es einen Tisch mit Spenden der Aussteller geben, deren Verkaufserlös der Aktion "Helfen hilft" zu Gunsten des „ Elternhauses der Freiburger Kinderkrebsklinik. Im Foyer wartet ein Bistro mit Kaffee, Kuchen und anderen Kleinigkeiten von unter Kummerländer auf die Besucher. Geöffnet ist die Ausstellung im Mozart Saal der Donauhallen an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei.