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Donaueschingen "Jeder Drogentote ist einer zu viel"

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Die Konsumenten harter Drogen sollen durch die gesteuerte Abgabe von Ersatzmitteln wie Methadon oder Subutex entkriminalisiert werden. Foto: sb-Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Andreas Wende

Donaueschingen. Vor drei Tagen wurde ein 25-jähriger Mann tot in einem Schrebergarten in Donaueschingen entdeckt. Die Kriminalpolizei ermittelt, ob es sich bei ihm um ein Drogenopfer handelt.

"Vieles spricht dafür", erklärt Ulf Feichtinger, Pressesprecher der zuständigen Polizeidirektion Villingen-Schwenningen. Endgültige Klarheit wird es freilich erst nach der Obduktion der Leiche geben. Laut Feichtinger liegt die Zahl der Männer und Frauen, die jährlich an Drogenmissbrauch sterben, im Schwarzwald-Baar-Kreis "zwischen fünf und sechs – mal mehr, mal weniger". Aber jedes Opfer "ist eins zu viel". Daher setze die Polizei bei der Drogenarbeit "an allen möglichen Fronten" in hohem Maß auf Vorbeugung. Feichtinger nennt das jährliche "Respect yourself"-Großereignis als hervorragendes Beispiel.

"Aufgrund der Substitutionsbehandlung ist die Zahl der Drogentoten zurückgegangen", sagt Elisabeth Volk, stellvertretende Leiterin der Fachstelle Sucht in Villingen-Schwenningen. Die in Absprache mit der Fachstelle und den behandelnden Ärzten der Klienten vorgenommene Abgabe von Methadon oder Subutex gibt es im Kreis seit zehn Jahren – und sie hat sich bewährt, ist die Diplom-Sozialpädagogin überzeugt: "Ein Ziel war, die Abhängigen zu entkriminalisieren, ihnen wieder ein Leben in geregelten Bahnen zu ermöglichen."

Bei der Drogenprävention stehe Villingen-Schwenningen geradezu beispielhaft da. Elisabeth Volk führt als Beispiel die Agentur "Präventiv" an. Schülern, Auszubildenden und Jugendgruppen bietet sie Informations- und Präventionsveranstaltungen zu den Themen Sucht und Gewalt an. Informationen dazu gibt es unter www.praeventiv-vs.de.

In diesem Zusammenhang stehe auch das Projekt Halt. "Wir besuchen die Leute, die aufgrund ihres Drogenmissbrauchs ins Krankenhaus eingeliefert wurden, und führen dort mit ihnen ein Gespräch."

Auch die Mobile Jugendarbeit, ebenfalls bei der Fachstelle Sucht angesiedelt, sei mit ihren Aktionen in der Öffentlichkeit präsent. "Wir senken die Hemmschwellen, damit die Betroffenen schon früh zu uns Kontakt finden."

Alle Therapieangebote basierten auf Freiwilligkeit. Und es gebe individuelle Übergangsfristen, "bis die Leute zu uns kommen." Und in diesen, so Elisabeth Volk, könne es immer einen derart tragischen Ausgang geben – wie vermutlich am Wochenende in Donaueschingen.

 
 

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