Donaueschingen Investitionen ins Haus Schell

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Die Musikschule bleibt an ihrem Standort. Foto: Vollmer Foto: Schwarzwälder-Bote

Donaueschingen (jak). Vor gut einem halben Jahr waren im Kulturausschuss die Räumlichkeiten der Donaueschinger Musikschule Thema. Das Haus Schell am Max-Rieple-Platz sei nicht ideal, und die Gebäudestruktur schlecht für die Aufgaben der Musikschule. Nun hat sich der Hauptausschuss mit einem neuen Standort für die Donaueschinger Vorzeigeeinrichtung beschäftigt. "Wir wollen nicht mit wehenden Fahnen den gut gewählten Standort aufgeben. Die Musikschule hat ihren Nukleus am Max-Rieple-Platz", sagte Bürgermeister Bernhard Kaiser.

In den 80er-Jahren hat der Gemeinderat die Weichen für das Bürger- und Kulturzentrum rund um den Max-Rieple-Platz gestellt. Die Vision war damals, dass die verschiedenen Einrichtungen sich gegenseitig positiv beeinflussen. Mit Kulturamt und Tourist-Information, Stadtbibliothek mit Galerie im Turm, der Kunst- und Musikschule mit Gewölbekeller und der Volkshochschule wurde ein Zentrum geschaffen. Nachdem schon die Volkshochschule einen neuen Standort bekommen hat, würde ein Neubau der Musikschule an einem anderen Standort eine Schwächung des Max- Rieple-Platzes mit sich bringen.

Dem Platzmangel sei im vergangenen Jahr entgegengewirkt worden, indem die Musikschule im Dachgeschoss der Karlstraße 58 weitere 140 Quadratmeter zur Verfügung gestellt bekommen hat, nachdem diese durch den Wegzug der Volkshochschule frei geworden waren. "Grundsätzlich gefällt unser Haus mit seiner Atmosphäre und der Standort ist sehr gut", sagt Katrin Bleier, die die Musikschule seit vier Monaten leitet. Da die Musikschule verstärkt mit den Schulen zusammenarbeitet, habe sich auch die Raumsituation entspannt. Allerdings sei der Saal für Veranstaltungen sehr klein, aber das könnte sicher auch anders als durch einen Neubau aufgefangen werden.

Auch wirtschaftliche Gründe sprechen gegen einen Neubau: Mit 1618 Schülern und insgesamt 58 Lehrkräften und dem vorhandenen Gebührensystem sei ein angemessener Betrieb möglich. Ein Neubau würde mindestens fünf Millionen Euro kosten. Voraussetzung für einen weiteren erfolgreichen Betrieb wäre eine Ausdehnung der Aktivitäten der Musikschule. Es sei jedoch bereits jetzt absehbar, dass die optimale Größe der Einrichtung damit überschritten werden würde.

Und so soll die Musikschule an ihrem bewährten Standort bleiben: Fünf Millionen für einen Neubau kann sich die Stadt auch aktuell nicht leisten. Allerdings soll bei den Planungen des Konversionsgeländes ab 2019 geprüft werden, ob dort nicht eine Außenstelle möglich ist.

Die Beseitigung der baulichen Mängel im Haus Schell sollen im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. Für den Brandschutz sind 42 000 Euro vorgesehen, um so die Sicherheit im Gebäude zu erhöhen. Außerdem bestünden bei zwei Trennwänden Probleme mit der Schallübertragung. Diese sollen im Zuge der Arbeiten ebenfalls beseitigt werden.

Der Hauptausschuss war sich einig, dass die Planungen für einen neuen Standort nicht weiter verfolgt werden sollen. Und selbst Konrad Hall, auf dessen Initiative das Thema zurückgeht, sagte: "So gute Arbeit die Musikschule leistet, so schlecht ist die Gebäudestruktur. Aber das werden wir im Moment nicht lösen können."

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