Donaueschingen - Das einstimmige Votum für den von Pfarrgemeinderat Gerold Votteler ausführlich ausgearbeiteten Doppelhaushalt der "Heiligen Dreifaltigkeit" beflügelte auch die Aufbruchstimmung in der Seelsorgeeinheit.Auch wenn das Gesamtergebnis was die Finanzen angeht nicht auf roten Rosen gebettet ist, steckt die Gemeinde den Kopf nicht in den Sand. Vielmehr sind Innovation und Kreativität gefordert, die auch darin bestehen, sich von "überschüssigem" Besitz zu trennen. So gehören der Seelsorgeeinheit zahlreiche Felder. Zudem besitzt sie mehrere Gebäude, die zu Zeiten getrennter Gemeinden denselben Nutzungszweck hatten.

Nun beabsichtigt die Seelsorgeeinheit, sich von einem Teil zu trennen um damit nicht mehr aufschiebbare Projekte wie die Sanierung der Kirchenmauer oder die Sanierung respektive den Neubau eines Pfarrhauses zu finanzieren. Schon seit einiger Zeit wird der Sternen, ehemaliges Pfarrzentrum der St. Johann-Gemeinde auf dem Markt angeboten. Nach dem Auszug der Sozialstation steht auch das Elisabethenhaus leer. Jetzt wird dieses ebenfalls zum Verkauf angeboten.

In seinem Kommentar zum Haushaltsplan berichtete Votteler zudem von bevorstehenden Sanierungsschritten in den Kindergärten. So erhält St. Elisabeth einen Sonnenschutz, das Dach und der Wintergarten werden komplett saniert, Elektroarbeiten stehen an - Kostenvolumen: 35 000 Euro. In St. Ruchtraud legte die Stadt auf Wunsch eines Anliegers erstmals einen Gehweg an. Die Anliegerkosten belaufen sich auf 24 000 Euro wobei die Stadt 17 000 Euro übernimmt. In St. Lioba stehen die Dämmung des Dachbodens und diverse Innensanierungen bevor. Die Kosten für die Stützmauer an St. Johann schlagen mit 84000 Euro zu Buche. Auch erhält das dortige Pfarrhaus ein neues Geländer und die Sanierung der Doppelgarage in St. Marien kann nicht mehr länger hinausgeschoben werden.

Die Kostensteigerung im neuen Haushalt hält sich zwar in Grenzen. Indes sind die Rücklagen deutlich geschrumpft, dafür die Schulden überschaubar. Die Belastung für die Kirchenrenovation in St. Johann liegt noch bei 360 000 Euro.

Laut Votteler ist diese Hypothek bis in fünf Jahren abbezahlt, was der Gemeinde Freiraum für neue Investitionen schafft. Die Lage sei ernst, aber mittelfristig nicht ganz so unerfreulich. Hinzu komme hoffentlich bald der Wegfall des Unterhalts für die leer stehenden Gebäude. Dies seien Kosten, von denen die Gemeinde absolut keinen Nutzen mehr habe, bedauerte Votteler.

In dieselbe Kategorie reihte er 46 000 Euro ein, die auf den Kirchenböden der vier Gotteshäuser für die Installation von Geländern anfallen. Sie sollen den Handwerkern mehr Sicherheit vor Stürzen bieten, schüttelte er über diese Vorschriften den Kopf.