
Von Florian Hahnel Donaueschingen. Bei der "Frohsinn"-Finanzsitzung wird genommen (der Name sagt´s), mitunter aber auch gegeben. Ein Hexenhäs als Präsent für die "hohe Zunft", Orden für die 30 Jahre umtreibenden Stadtstreichler – voila! Zehn Minusgrade draußen sollten dem Redeschwall am gestrigen Abend keinerlei Einhalt gebieten. Wenn sich das tatsächliche oder vermeintliche Who is Who der Donaustadt närrisch gestimmt trifft, ist das Zunftlokal "Hirschen" mit einem gleichbleibend moderaten Phonpegel durchzogen. Mittlerweile aber darf beim Anlass auch einmal gejohlt werden, wohl nicht zuletzt eines gewissen Michael Lehmanns wegen – bekanntlich Jungmeister des Frohsinn und schlicht ein unkomplizierter Typ.
Lehmann trat denn auch als Erster ans Mikrofon und schickte seine Grüße an die voll besetzten Tische, selbstverständlich erreichte sein Dank jene, die durch ihre Spenden alljährlich mithelfen, der donaustädtischen Fasnet den Boden zu bereiten.
"Ich kann nicht alle namentlich begrüßen, bitte seht es mir nach. Ich darf ›ihr‹ sagen (Lehmann!), wir haben ja alle das Häs an."
30 Jahre Stadtstreichler
30 Jahre Stadtstreichler (wir berichteten), das durfte bei der Finanzsitzung logischerweise nicht unter den Tisch fallen.
Einmal mehr boten die Junggebliebenen einen wirklich properen Programmteil samt einem nur scheinbar über Nacht genesenen und schwer erkälteten Clemens Willmann.
Willmann, "der ewige Spitzbub", ist OB Thorsten Frei übrigens als Sparringspartner für die kommende Wahl angeboten und wird mit den Worten angepriesen: "Wer Schrecklein schlägt, wird Willmann ernten."
Orden für die Streichler (drei Jahrzehnte lokale Fasnet), ein DS DS 2012 - Autokennzeichen für Frei, ein Hexenhäs (ja, bei der Finanzsitzung!) für die Frohsinn-Zunft – die Allmendshofener 7-Blätz-Hexen sind älter als viele wissen und in der Tat 77 Jahre auf der Gass. 77 und 7, das muss einfach ein Fasnet-Jubiläum werden.
Die "wilden Damen von nebenan" wünschen sich, dass ihr Gewand einen ordentlichen Platz bekommt, natürlich darf diesbezüglich ans Zunfthaus zumindest gedacht werden. Feiern bis in den Morgen? Klar, nun wieder – bei draußen dann 14 Grad minus.