Donaueschingen Bei Hochwasser jetzt gewappnet

Schwarzwälder-Bote, 02.05.2012 03:48 Uhr

Donaueschingen-Wolterdingen/Hüfingen (em). Das katholische Bildungswerk Hüfingen informierte sich über die Funktion und den Baustand des Hochwasserrückhaltebeckens in Wolterdingen.

17 Teilnehmer sind der Einladung von Monika Ruthardt gefolgt, zumeist Geschädigte der Hochwasserkatastrophen der vergangenen Jahre. Ortsvorsteher Reinhard Müller schilderte den Gästen, wie aus einem idyllischen Bächlein mit einer Durchflussmenge von fünf Kubikmeter pro Sekunde ein hochwasserträchtiger Strom mit 170 Kubikmeter pro Sekunde werden kann.

Die Folgen sind den meisten der Teilnehmer bekannt. Nach 1990 wurden die zuständigen Behörden wachgerüttelt. Sie machten sich auf, geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die Kosten von 22 Millionen Euro werden zu 70 Prozent vom Land getragen. Den Rest haben die Gemeinden entlang der Breg und Donau bis vor Ulm zu übernehmen, da sie in den Genuss der Entlastungsmaßnahmen kommen.

Donaueschingen ist mit 2,1 Millionen Euro mit dabei. Hüfingen hat 700 000 Euro aufzubringen und Bräunlingen ist mit 840 000 Euro mit dabei. Im Hochwasserfall wird ab einer Durchflussmenge von 75 Kubikmeter pro Sekunde das Becken gefüllt bei einem weiteren Durchlass von 75 Kubikmeter pro Sekunde.

Den Flussanliegern droht bei dieser Menge keine Gefahr. Die Straße nach Zindelstein wird während der Stauung gesperrt und der Verkehr umgeleitet. Auch nach dem Abfluss der Staumenge bleibt die Sperrung bestehen, bis die Reinigungsarbeiten und die Prüfung der Straße abgeschlossen ist.

Nach dem Rundgang über die Baustelle trafen sich die Teilnehmer zu einer Diskussionsrunde im Sporthisli, bei der auch die Katastrophensituationen der vergangen Jahre aufgefrischt wurden.

 
 
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