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Dobel Neue Turnhalle: Es geht vorwärts

Markus Kugel, vom 02.02.2012 09:00 Uhr
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Für den Abbruch des ehemaligen Hotels Funk sind im Haushaltsplanentwurf 130.000 Euro aufgeführt. Foto: Kugel
Für den Abbruch des ehemaligen Hotels Funk sind im Haushaltsplanentwurf 130.000 Euro aufgeführt. Foto: Kugel

Dobel - Seite für Seite sind die Dobler Gemeinderäte den Haushaltsplanentwurf 2012 in der Sitzung am Dienstagabend durchgegangen. Dabei konnten die vier Zuhörer aufhorchen: Kämmerer Jürgen Gall gab bekannt, dass sich was tut in Sachen neue Turn- oder Mehrzweckhalle.Der Haushaltsansatz von 100 000 Euro wurde zwar bei "Neubau Mehrzweckhalle" vom Gremium auf 60.000 Euro reduziert.

Wie Gall zuvor informierte, hat aber der Gemeinderat in nicht öffentlicher Sitzung am vergangenen Montagabend beschlossen, die Firma "SpOrt concept", Büro Reutlingen, zu beauftragen. Klare politische Zielsetzung sei, die vorbereitende Planung auf den Weg zu bringen. Bis vor der Sommerpause sollen eine Bestandsanalyse und eine Standortuntersuchung (Parkhallenbad, Hudelmaier-Areal oder Schule) erfolgen. Geplant ist einen Arbeitskreis mit Vertretern aus dem Gemeinderat, dem Vereinsleben, der Schule, des Kindergartens und der Volkshochschule zu bilden. Und zwar unter Federführung des Unternehmens. Diesem bescheinigte Gall übrigens eine hohe Kompetenz, es sei mit Blick auf den Sportstättenbau schon bei vielen Kommunen tätig gewesen.

Der Arbeitskreis soll dem Gemeinderat eine Empfehlung geben. Dann müssen die Stadträte das weitere Vorgehen festlegen. Also sagen, wie die Projektstudie aussehen soll. Der konkrete Entwurf (Größe, Standort und so weiter) muss dann wegen der Zuschussanträge bis Herbst vorliegen. Der Kämmerer teilte des Weiteren mit: Wenn alles "ganz optimal" laufe, könnte man 50 Prozent der Investition gefördert bekommen. Wobei freilich eine so hohe finanzielle Unterstützung fraglich sei.

20.000 Eurofür Grillplatz

60 Prozent maximale Förderung gibt es laut Bau- und Rechnungsamtsleiter Gall beim Abbruch des Parkhallenbad-Gebäudes. Allerdings muss bekanntlich bei einem Zuschuss vom Land die Nachfolgenutzung geklärt sein. Da mit dem Vorhaben die Planung einer neuen Turnhalle zusammenhängt, votierte das Gremium bei drei Nein-Stimmen dafür, auf der Ausgabenseite des Haushaltsansatzes den Betrag von 350.000 auf 30.000 Euro zu reduzieren.

Christian Knöpke stellte den Antrag, 20.000 Euro für einen Grillplatz im Haushaltsplan einzustellen. Habe man doch im Januar des vorigen Jahres beim Haushalt 2011 für eine Umschichtung von Neubau Grillplatz zu Loipengerät-Kauf gestimmt. Die große Mehrheit des Gremiums sagte jetzt erneut Ja. Bürgermeister Wolfgang Krieg machte den Vorschlag, den Grillplatz im eingezäunten Wald-Camp mit Lehmbackofen zu errichten.

Mehrheitlich stimmte das Gremium ebenfalls dem Antrag von Markus Treiber zu, fürs Kurhaus eine Investitionsrate in Höhe von 10 000 Euro einzustellen. Hierbei bemerkte Kämmerer Gall, dass bei den Finanzplanungen im Jahr 2013 die Sanierung anstehe.

Der Haushaltsansatz bei Benutzungsgebühren (Parkautomaten) wird von 6000 auf 4000 Euro gekürzt. Das hängt damit zusammen, dass es bislang kaum Schnee gegeben hat. Zudem bemerkte Lothar König, der ehrenamtlich die Wartung selbst in die Hand nehmen will: Etwa die Hälfte der Automaten sei außer Betrieb. Und wenn er die Parkautomaten-Firma anrufe "geht gar nichts". Auf dieser Basis könne man nicht weitermachen. Schultes Krieg erklärte, er sei "am Ball".

Jugendraum wird besichtigt

Auf Anregung von Lothar König sicherte im Übrigen der Rathauschef zu, eine Dienstanweisung zu erlassen. Genauer: Die Energiekosten in den öffentlichen Gebäuden sollen gedrosselt werden.

Bernd Bischoff plädierte dafür, das Projekt Generationenpark (wir berichteten) nicht weiter zu verfolgen. Er sehe keinen Sparwillen, um die Ziele, die man formuliert habe, zu erreichen. Der Park sei rausgeschmissenes Geld. Mit drei Ja- sowie sieben Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen wurde der Antrag jedoch abgelehnt.

Kämmerer Jürgen Gall lässt jetzt die Veränderungen ins Zahlenwerk einfließen. Wie er mitteilte, würden ob der Verringerung des Finanzbedarfs die vorgesehenen Kreditaufnahmen reduziert.

Im Rahmen der Haushaltsberatung sicherte der Bürgermeister zu, mit dem Gemeinderat eine Besichtigung des Jugendraums vorzunehmen – verbunden mit einem Sachstandsbericht. Auch soll der neue Leiter des Tourismus- und Bürgerbüros, Sebastian Preiss, detailliert das Gremium über das Angebot der früheren Kurverwaltung informieren. Außerdem versprach der Rathauschef, in der nächsten Gemeinderatssitzung das Thema Wasserturm auf die Tagesordnung zu nehmen.

Jochen Neubauer forderte bei großen Projekten mehr Informationen. Hierbei erklärte der Schultes, beim Generationenpark sei das Ganze mindestens zehn Mal bis zum einreichungsfähigen Antrag umgeschmissen worden.

Ausschaunach Firmen

In seiner Haushaltsrede im Dezember sagte der Bürgermeister, man müsse versuchen, beim Treff-Markt ein passendes Unternehmen anzusiedeln. Tankstelle und Apotheke dürfe man nicht aus den Augen verlieren. Zu neuen Überlegungen und Möglichkeiten werde er im Laufe der Haushaltsberatungen informieren. Darauf angesprochen, erklärte Krieg, der Bedarf sei da – er versuche, 100 000 Euro für eine Scheckkartentankstelle ("unterirdisch") zusammenzubekommen. In der "Zukunftswerkstatt" wende er sich in den nächsten Wochen an Unternehmer und Bürger. Er glaube daran: Unter Umständen sei die Freie Tankstelle machbar. Markus Treiber meinte bei den Ausführungen, er könne nicht schon wieder "Tankstelle" hören. Die Gemeinde sei im Übrigen nicht Geburtshelfer für die Privatwirtschaft. Wenn ein fertiges Konzept vorliege, könne das Gremium gern darüber beraten. Der Schultes stellte fest, es sei oberste Pflicht, den Markt zu stärken und nach Firmen zu schauen, die sich drum herum ansiedelten. Die Aussagen von Treiber seien kindisch. Bei 100 000 Euro inklusive Grundstück sei viel Power nötig. Des Weiteren habe er einen Apotheken-Betreiber an der Hand, der eventuell Ja sage.

Bernd Bischoff regte an, der Bürgermeister solle am Ratstisch die Meinungen der Gemeinderäte einholen. Dann könne über Projekte, die seit Jahren betrieben würden, abgestimmt werden. So hätte der Gemeinderat auch offiziell die Möglichkeit, etwas zu canceln.

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