
Dobel. Der Leiter des Tourismus- und Bürgerbüros (früher Kurverwaltung) in Dobel heißt seit 2. Januar Sebastian Preiss. Er kommt von Usedom. Wir stellten dem 42-Jährigen ein paar Fragen.
Haben Sie sich schon ein bisschen eingelebt?
Ja, bei einem guten Vesper und einem leckeren Viertele fällt das ja auch nicht schwer… Bisher habe ich die Menschen hier auch als sehr hilfsbereit kennengelernt – das macht das Einleben nicht ganz so schwierig.
Von Usedom nach Dobel – wie viele Kilometer liegen eigentlich dazwischen?
Mit einem Augenzwinkern würde ich sagen, dass es von der einen Sonneninsel auf die andere Sonneninsel nur ein kleiner Schritt ist.
Nordschwarzwald statt Ostsee – was hat Sie bislang am meisten überrascht?
Die Urwüchsigkeit der Wälder, die gute Luft und das Wetter, das war in den vergangenen Wochen fast so, wie ich es von der See her kenne. Das fand ich schon erstaunlich.
Wie lauten Ihre wichtigsten beruflichen Stationen?
Für die touristischen Leistungsträger, Kommunen und Verbände der Insel Usedom habe ich als Geschäftsstellenleiter des Tourismusverbandes und zuvor als Sachbearbeiter für Wirtschaftsförderung und Tourismus im Amt Usedom-Süd Projekte der touristischen Infrastruktur und des touristischen Marketings gezielt umgesetzt. Verfahrenswege entwickeln, um aus Ideen Projekte zu machen – das war zuvor mein Hauptaufgabenbereich als Kommunikationsassistent in einem deutsch-polnischen Forschungsinstitut.
Was hat Sie dazu bewogen, sich auf der Sonneninsel zu bewerben?
Man könnte ja beinahe sagen, dass Sonne und Insel mir liegen, nicht wahr? Dann wäre der Schritt von der einen Sonneninsel zur anderen Sonneninsel ja nur logisch… Es ist aber natürlich auch so, dass ich als Touristiker die Entwicklung und touristische Infrastruktur im Schwarzwald kenne. Diese habe ich als spannende Herausforderung empfunden.
Was schätzen Sie, wie lange wird wohl die Einarbeitungszeit dauern?
Die letzten Wochen waren geprägt von vielen interessanten Erfahrungen und positiven Begegnungen. Dieser Kennenlernprozess ist noch im Gange und wird sicherlich noch einige Wochen anhalten. Ich hoffe, in etwa zwei Monaten sagen zu können, dass ich im Großen und Ganzen "sattelfester" geworden bin. Und bereits positive Akzente für den Dobel gesetzt wurden.
Wie sehen Ihre Aufgaben konkret aus?
Meine Aufgaben sind recht vielfältig. Da ist zunächst der Bereich Kur und Touristik, hier insbesondere die Gästebetreuung. Des Weiteren bin ich zuständig für die Planung, Organisation und Abwicklung von Veranstaltungen und natürlich auch deren personelle Betreuung. Außerdem unterliegen mir noch die beiden Bereiche des Innen- und Außenmarketings des Tourismus- und Bürgerbüros Dobel.
Wie viele Mitarbeiter haben Sie?
Außer meiner Person ist im Tourismus- und Bürgerbüro noch ein weiterer Mitarbeiter beschäftigt.
Als Hobby geben Sie auf Ihrer Homepage Segelsport an. Wie können Sie außerdem von der Arbeit abschalten?
Es ist kein Geheimnis, dass ich als Segler die frische Brise Wind natürlich sehr liebe. Ich verbringe gerne Zeit an der frischen Luft, in freier Natur oder bei einer längeren Radtour. Nach einem Tag im Grünen oder im Schnee entspannt mich auch ein selbst zubereitetes Essen mit Spezialitäten der Region im Kreise meiner Familie und meiner Freunde. Gerne besuche ich auch Bauernmärkte, um dort regionale Erzeugnisse direkt beim Produzenten neu kennenzulernen und natürlich auch zu probieren. u Die Fragen stellte Markus Kugel