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Dietingen In seiner Bescheidenheit zeigte sich seine persönliche Größe

Schwarzwälder-Bote, vom 30.01.2012 22:00 Uhr
Die Beziehung von Prälat Schütz zu Gößlingen bestand seit 30 Jahren: Hier ein Bilddokument vom Beginn des Osternachts-Gottesdienstes 2009. 
 
Foto: Bischof Foto: Schwarzwälder-Bote
Die Beziehung von Prälat Schütz zu Gößlingen bestand seit 30 Jahren: Hier ein Bilddokument vom Beginn des Osternachts-Gottesdienstes 2009. Foto: Bischof Foto: Schwarzwälder-Bote

Dietingen-Gößlingen. Völlig unerwartet starb Prälat Anton Schütz am vergangenen Freitag im 82. Lebensjahr. Er trat 2002 in den Ruhestand und wohnte in Gößlingen, wo er auch die kirchlichen Dienste übernahm.

Prälat Anton Schütz empfing im Jahre 1957 die Priesterweihe im Bistum Fulda. 1970 übernahm er die Leitung der Struktur- und Planungsabteilung im Fuldaer Generalvikariat. Im Jahre 1972 wurde er zum Domkapitular ernannt. Viele Jahre stand er an der Spitze des Diözesan-Caritasverbandes. 20 Jahre lang leitete Schütz die Bonner Zentralstelle "Pastoral der Deutschen Bischofskonferenz". Beim Papstbesuch im Jahr 1980 war er maßgeblich an den Vorbereitungen beteiligt. Im Jahre 2000 ehrte ihn der damalige Bundespräsident Johannes Rau mit dem Verdienstkreuz am Bande für seinen Einsatz in der Seniorenarbeit. Als Gründungsmitglied und Aufbauhelfer der "Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren Organisation" habe er als langjähriger Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholisches Altenwerk deren Interessenvertretung der älteren Generation bundesweit Geltung verschafft. Im April 2007 konnte Prälat Schütz sein goldenes Priesterjubiläum feiern.

Die Beziehung von Prälat Schütz zu Gößlingen besteht schon seit 30 Jahren. Anfänglich genoss er die Gößlinger Landluft nur in seinem Urlaub. Nachdem er 2002 in den Ruhestand ging, wurde er ein Gößlinger, wie er selbst immer wieder betonte. Die Gößlinger hatten ihn bald ins Herz geschlossen und empfanden ihn stets als "ihren Pfarrer". Die Kirchengemeinde und Prälat Schütz waren eine Einheit mit enger Beziehung. Für alle Festlichkeiten kirchlicher und weltlicher Art war er immer offen und feierte und gestaltete diese stets mit. Seine Offenheit und Kontaktfreudigkeit wurde allseits geschätzt. Besonders in seiner Bescheidenheit zeigte sich seine persönliche Größe. Mit dem Tod von Prälat Schütz verliert die katholische Kirche eine angesehene Persönlichkeit, die Gößlinger einen allseits geliebten Pfarrer und alle, die ihn kannten, einen lieben Mitmenschen und Freund, den sie nicht vergessen.

Die Beisetzung findet am Donnerstag, 2. Februar, ab 14 Uhr in seiner Heimat in Lütter statt. Anmeldungen zur Teilnahme an der Beerdigung in Lütter nimmt Ulrich Schwarz in Gößlingen, Telefon 07427/ 36 18, entgegen. Und am Freitag, 3. Februar, beginnt um 18.30 Uhr für den Verstorbenen ein Requiem in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Gößlingen.

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