Deutschland Dax legt nach drei Verlusttagen wieder zu

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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (Dax). Foto: Fredrik von Erichsen Foto: dpa

Frankfurt/Main - Nach seinen jüngsten, teils kräftigen Verlusten hat der Dax wieder zugelegt. Die Gewinne bröckelten jedoch am Nachmittag im Zuge schwächelnder US-Börsen etwas ab, so dass der deutsche Leitindex nur mit einem Plus von 0,74 Prozent auf 10 438,34 Punkte aus dem Handel ging.

Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets verwies auf die aktuelle Schwankungsanfälligkeit der Märkte: "Die Kursgewinne von heute können morgen bei entsprechender Nachrichtenlage wieder verfallen. Diese Schaukelbörse kann gut und gerne noch bis in den Oktober anhalten."

Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 1,08 Prozent auf 21 549,38 Punkte hoch, der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,74 Prozent auf 1792,25 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,68 Prozent auf 2991,11 Punkte zu. Ein Plus in ähnlicher Höhe wurde in Paris und London verbucht. In den USA gaben die Börsen zur selben Zeit leicht nach.

Zu den Favoriten im Dax gehörten die jüngst gebeutelten Aktien der Deutschen Bank, die um 2,04 Prozent anzogen. Vorstandschef John Cryan hatte der "Bild"-Zeitung gesagt, dass er weder Bedarf für eine staatliche Unterstützung noch für eine Kapitalerhöhung sieht. Das sorgte einem Händler zufolge für etwas Beruhigung. Zuletzt hatten die Aktien der Deutschen Bank unter Sorgen über eine zu dünne Kapitaldecke gelitten und waren auf ein Rekordtief gefallen.

Die Anteilsscheine von Linde legten an der Index-Spitze um 3,88 Prozent zu und profitierten Händlern zufolge von wieder aufgekommenen Übernahme-Spekulationen. Personelle Veränderungen im Vorstand des Industriegase-Herstellers und Anlagenbauers könnten Vorbereitungen zu einem zweiten Anlauf für einen Zusammenschluss mit Konkurrent Praxair sein, hatte es am Vortag bei der Baader Bank geheißen.

Im MDax eroberten die Papiere des Möbelhändlers Steinhoff mit einem Kursanstieg von 3,94 Prozent die Spitze. Eine rasch über die Bühne gebrachte Kapitalerhöhung kam bei den Investoren gut an. Zur Finanzierung der eingeleiteten Übernahmen von Poundland und Mattress Firm besorgte sich Steinhoff insgesamt 2,45 Milliarden Euro.

Ein Umsatz- und Gewinnanstieg im ersten Geschäftsquartal des Autozulieferers Hella brachte dessen Aktien ein Plus von 1,61 Prozent. Im TecDax stiegen die Papiere des Biotechnologie-Unternehmens Evotec nach der Bekanntgabe einer strategischen Kooperation um 1,72 Prozent.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,27 Prozent. Der Rentenindex Rex kam bei 144,36 Punkten ebenfalls nicht von der Stelle. Der Bund-Future verlor 0,04 Prozent auf 165,94 Punkte. Der Kurs des Euro legte wieder zu. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1225 (Dienstag: 1,1220) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8909 (0,8913) Euro.

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