Deep Purple Die Rockwelt trauert um Jon Lord
dpa, 17.07.2012 09:15 UhrLondon/Berlin - Jon Lord, das Gründungsmitglied der englischen Hardrock-Band Deep Purple, starb am Montag im Alter von 71 Jahren in London.
Der Keyboarder sei "nach einem langen Kampf mit Bauchspeicheldrüsenkrebs" einer Lungenembolie erlegen, teilten die Betreiber seiner persönlichen Webseite mit. Jon Lord sei "im Kreise seiner liebenden Familie" in einer Klinik gestorben.
Lord verband Rockmusik mit klassischer Musik
Als Hammond-Organist trug Lord maßgeblich zum Erfolg von Deep Purple in den späten 60er und frühen 70er Jahren bei. Titel wie "Smoke on the Water" oder "Highway Star" prägten das Lebensgefühl einer ganzen Generation. Diese 1972 erschienenen Songs werden bis heute live auf den Rockbühnen der Welt aufgeführt. Zudem trug Jon Lord maßgeblich dazu bei, Rockmusik mit klassischer Musik zu versöhnen: Die einst "lauteste Band der Welt" trat so zusammen mit dem Royal Philharmonic Orchestra in der Royal Albert Hall auf, mit einem von Jon Lord verfassten Werk für Rockband und Orchester.
Lord wurde am 9. Juni 1941 in der englischen Stadt Leicester geboren. Am Klavier der Familie machte er seine ersten musikalischen Erfahrungen. Anfang der 60er Jahre tingelte Lord durch die Jazz-Kneipen. Seine erste Band, in der er regelmäßig spielte, war die vom Saxophon dominierte Bill Ashton Combo. Als Keyboarder begleitete er dann eine Reihe weiterer Bands wie die Artwoods, geleitet von Art Wood, dem Bruder des späteren Rolling Stone Ronnie Wood.
Die große Karriere begann dann 1968 mit Deep Purple. Sowohl im Studio als auch auf der Bühne wirkte Jon Lord als kreativer Ideengeber. Daneben nahm er sich auch immer die Zeit für Solo-Werke mit Anleihen bei der klassischen Musik. Zum Ausklang einer wechselvollen Band-Geschichte mit Krisen, Auflösung und Comeback trat Jon Lord am 19. September 2002 in Ipswich zum letzten Mal mit Deep Purple auf.
Aber auch danach setzte sich Jon Lord immer wieder an die Tasten, produzierte weitere Alben oder trat mit Orchesterwerken auf. Noch im vergangenen Jahr war er mit seinem Jon Lord Blues Project zu hören - bis er im August 2011 mitteilte, dass er an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt sei. Im Nachruf auf seiner Webseite heißt es nun: "Jon geht aus der Dunkelheit ins Licht."





Das High-Light des Rottweiler Jazz-Fest 2011: Jon Lords Blues-Projekt
Schade, dass der Schwabo diesen Bericht 1:1 von der dpa übernommen hat. Warum keine EIGENE Würdigung dieses großen Musikers? Vielleicht erinnert sich der Schwabo ja daran, dass Jon Lord's Blues Projekt am 14.05.2011 beim Rottweiler Jazz-Fest ein grandioses und vom Publikum umjubeltes Konzert ablierferte. Jon Lord und sein Managemet waren von der Resonanz des Rottweiler Publikums dermaßen angetan, dass sie dieses Konzert auf einer CD veröffentlichten. Ein gewisser Herr Schneckenburger vermittelte in der Schwabo-Ausgabe vom 16.05.2011 in seiner'Kritik' einen 'eher gelangweilten' Eindruck vom Konzert. Mit seiner Meinung stand er ziemlich alleine da. Schade. Er war die einzige 'Fehlbesetzung' an jenem Abend. Ein wahrer Kenner der Blues-Szene hätte das Konzert damals anders 'kritisiert'. Ob der Schwabo daraus lernt?