Dauchingen (spr). Den Anwohnern der Lembergstraße stinkt es. Und zwar, seit die Abwasserleitung aus dem Längental nahe der Wendeplatte in die allgemeine Kanalisation angeschlossen ist.

Die Abwässer aus dem Längental werden mittels Druckleitung nach Dauchingen gepumpt und münden etwa 100 Meter nördlich der Lembergstraße in den Mischwasser-Kanal, wo sie im Freispiegel weitergeleitet werden. Seit Inbetriebnahme der Leitung beschweren sich die Anwohner über erhebliche Geruchsbelästigungen.

"Die Gemeinde ist gezwungen zu handeln", sagte Bürgermeister Torben Dorn. Sachbearbeiter Gerhard Stier berichtete, dass eine Überprüfung durch ein Ingenieurbüro ergeben habe, dass hauptsächlich ein fleischverarbeitender Betrieb im Längental für die Emissionen verantwortlich sei. "Wenn die Abwässer dieses Betriebes in der Leitung stehen, bilden sich Sulfide, und das sorgt für die Geruchsbelästigung."

Als erste Maßnahme wurde einstimmig beschlossen, mehrere geruchsdämpfende Filtereinsätze in die Kanalisation im Bereich Lembergstraße einbauen zu lassen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 5000 Euro.