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Dauchingen Dauchinger Friedhof erhält neue Urnenwand

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Stefan Lubowitzki von der Firma Weiher zeigt die Abdeckung der Urnen-Baumgräber. Außen werden die Namen der Verstorbenen angebracht. Foto: Preuß Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Stefan Preuß

Dauchingen. Der Dauchinger Friedhof erhält eine neue Urnenwand, zunächst einmal fünf Baumgräber und 35 neue, verkleinerte Erdurnen­gräber. Dies beschloss der Rat am Montag während seiner jüngsten Sitzung.

Nebenbei wurde deutlich, dass die Bürger mit spürbar höheren Friedhofsgebühren zu rechnen haben. Kämmerer Stefan Reiser führte aus, dass der Kostendeckungsbeitrag seit 2007 im Schnitt bei lediglich 30,17 Prozent gelegen habe. "Die Gemeindeprüfungsanstalt empfiehlt dringend eine Quote von 70 Prozent", fügte Bürgermeister Torben Dorn an. Der geringe Deckungsgrad werde früher oder später zu Problemen führen, bereitete Dorn die Mitglieder des Gemeinderates darauf vor, in nicht allzu ferner Zukunft die politische Entscheidung zur Höhe der Gebühren treffen zu müssen.

Die Verwaltung hatte im Vorfeld Stefan Lubowitzki, Berater des Freiburger Friedhof-Fachbetriebs Weiher GmbH, zu den Planungen hinzugezogen. Sein Unternehmen vertreibt die von der Verwaltung favorisierte Urnenwand. Pflegeleicht, Nachkaufgarantie, Aufbau ohne den Einsatz von Großmaschinen – das seien die entscheidenden Kriterien gewesen, so Sachbearbeiter Gerhard Stier. Lubowitzki führte aus, dass allerorten der Deckungsbeitrag der Friedhöfe weit unterhalb von 50 Prozent liege. Daher sei es so wichtig, Bestattungsformen anzubieten, die einerseits sozial verträgliche Gebührensätze zulassen, aber gleichwohl kostendeckend sind.

Nach ausgiebiger Diskussion zu Standort und Ausgestaltung beauftragte der Rat die Lieferung und Montage eines Urnenwandsystems mit 24 Würfeln zum Preis von 27 400 Euro. Die Würfel stehen auf einem stabilen Fundament und halten laut eines vorgelegten Gutachtens mindestens 50 Jahre, da sie aus Granit sind. Bei Grabzeiten von 15 Jahren könnten so also drei Belegungen realisiert werden. Damit sei eine verträgliche Kalkulation möglich.

Beauftragt wurden des weiteren fünf Urnen-Baumgrabstätten. Dabei handelt es sich um Zylinder aus V2A-Stahl mit einem Motivdeckel, die etwa 75 Zentimeter tief in die Erde eingelassen werden. Ausgesucht wurde ein Standort unter der großen Kiefer auf dem Friedhof. Als Pfahlwurzler sei ein Kiefernstandort ideal, betonte Stier. Insgesamt sei unter der Kiefer Platz für 19 dieser Gräber. Da der Rat aber erst Erfahrungen sammeln möchte, ob Oberflächenwasser hinreichend abfließt, beließ man es bei der Anfangsbestellung. Das Motiv auf dem Deckel zeigt einen Baum, die Namen der Verstorbenen werden auf kleinen Platten vermerkt.

Gleichzeitig vergab der Gemeinderat die Arbeiten für Wegebau, Ausbesserungen und Erdurnengräber in Höhe von 66 500 Euro an die Firma Wildi aus Villingen. Die Erdurnengräber wiesen bislang ein Maß von 120 auf 80 Zentimeter auf, die neuen Gräber werden nun auf 90 mal 70 Zentimeter verkleinert.

 
 

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