Dauchingen - Die Gemeinde hat mit dem Baugebiet Langenacker einen Gewinn von mehr als 700 000 Euro erzielt. Dieses Ergebnis stellte Siegfried Hellwig von der landeseigenen Stadtentwicklungsgesellschaft GmbH (STEG) am Montag im Gemeinderat vor.

Wie schon bei den vorangegangenen Baugebieten hatte die Gemeinde die Erschließung des Geländes und den Verkauf der Grundstücke nicht über den allgemeinen Haushalt bewerkstelligt, sondern über die STEG finanziert. Bei Vorlage der Zahlen erläuterte Hellwig die Gründe für den sehr hohen Überschuss, der bei fast 25 Prozent der Bausumme liegt.

Insgesamt wurden mit dem Baugebiet ein Finanz-Volumen von 3,038 Millionen Euro bewegt. Während der Grunderwerb, Vermessung, Kanalisation, Wasserversorgung und Grundstücksanschlüsse im Rahmen der erwarteten Kosten blieben, konnten die Verkehrsanlagen deutlich günstiger als erwartet hergestellt werden.

Statt 720 000 Euro wurden hier nur 575 000 Euro fällig. Einsparungen bei der Beleuchtung sowie günstige Schotterlieferungen hätten hier den Unterschied ausgemacht. 60 000 Euro wurden gespart, weil die Stadtwerke Villingen-Schwenningen den Gasanschluss auf eigene Kosten verlegt und auch die KabelBW lediglich einen Baukostenzuschuss für die Breitbandverkabelung in Rechnung gestellt habe. Nicht benötigt wurden ferner 95 000 Euro für Ausgleichsmaßnahmen, da die Begrünung innerhalb des Baugebietes, insbesondere im nördlichen Bereich, realisiert werden konnte. Bei den Planungskosten schließlich wurden 20 000 Euro weniger als veranschlagt verbraucht, weil einige Gutachten, die man vorsichtshalber budgetiert habe, dann doch nicht erstellt werden mussten. Man habe also an den direkten Ausgaben sparen können, so der STEG-Sachbearbeiter, aber auch ansonsten habe sich das Baugebiet besser als erwartet entwickelt. Die Grundstücke seien viel schneller als erwartet verkauft worden.

Statt bis zu sechs Jahren seien binnen drei Jahren alle Grundstücke verkauft gewesen, das letzte im April 2012. Auch die Zinsentwicklung sei positiv gewesen. Mit sechs Prozent kalkuliert, seien die Zinsen im Durchschnitt auf 3,15 Prozent gekommen, "die letzten Gelder haben wir ja für weniger als ein Prozent erhalten", verdeutlichte Hellwig. Alles in allem sei das Baugebiet praktisch optimal gelaufen. 400 000 Euro habe die Gemeinde bereits ausgezahlt bekommen, so dass im ersten Quartal 2013 weitere 324 000 Euro auf das Konto der Gemeinde fließen werden. Mit dem Baugebiet Langenacker hat die Gemeinde 38 Bauplätze vermarktet. In den vergangenen 16 Jahren sind somit mit den Gebieten Nord-West IV (37 Plätze), Schwarzwaldstraße (acht Plätze), Auf Firsten III 1996 (zwölf Plätze), Auf Firsten III 2003 (sechs Plätze) und Wittum (sieben Plätze) insgesamt 108 Bauplätze zur Verfügung gestellt worden. "Das sind pro Jahr etwa sieben Parzellen, ich denke, das ist eine Größenordnung, mit der wir auch in Zukunft planen sollten", sagte Bürgermeister Torben Dorn.