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Crashtest Erziehungshilfe für Verschwender

Regine Warth, vom 13.12.2011 10:49 Uhr
Wer den Wasserstopper zu Hause hat, muss für den Spott nicht sorgen Foto: Hersteller
Wer den Wasserstopper zu Hause hat, muss für den Spott nicht sorgen Foto: Hersteller
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Dürre in Afrika, wachsende Wüsten in Asuen - solche Bilder kommen mir in den Sinn, wenn ich jemanden sehe, der beim Zähneputzen das Wasser laufen lässt. Ich kann nicht anders, ich muss den Wasserhahn zudrehen. Mein schlechtes Gewissen befiehlt es mir. Und nicht nur das: Es bringt mich sogar dazu, Bekannte in Wasserlaufenlasser und Hahnzudreher einzuordnen. Ist beispielsweise ein Wasserlaufenlasser bei mir zu Besuch und verschwindet im Bad, um sich die Zähne zu putzen, bin ich versucht durch die geschlossene Türe herauszuhören, ob er dabei wieder nicht den Hahn zugedreht hat.

Ein untragbarer Zustand - auch für den Besuch. Weswegen ich nun einen automatischen Wasserstopper (Gorodal 2000, etwa 9,99 Euro) auf den Hahn aufgeschraubt habe. Der soll statt meiner verhindern, dass Wasser ungenützt im Abfluss verschwindet. Die Mechanik scheint ganz einfach: Will sich jemand die Hände waschen, muss er dazu nicht nur den Hahn aufdrehen, sondern auch den grauen stabförmigen Aufsatz berühren. Erst dann läuft das Wasser. Wird er losgelassen, wird der Strahl zum Tröpfeln. Und tatsächlich, es funktioniert. Allerdings muss demjenigen, der dieses Ding benutzt, klar sein, dass er zwar an Wasser spart - aber dafür Spott im Überfluss erntet. "Sag doch, dass ich das Wasser nicht unnötig laufen lassen soll", sagte erst kürzlich mein Besuch etwas beleidigt zu mir, nachdem ich ihm die Funktionsweise des Wasserstoppers im Bad erklärt hatte. Ja, warum eigentlich nicht gleich so?

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