
Kreis Calw. Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner und Innenminister Hans-Peter Friedrich haben im Rahmen eines Festaktes auf der Landschaubühne der Internationalen Grünen Woche in Berlin die Siegerprojekte des Bundeswettbewerbs "Gemeinsam stark sein" prämiert. Unter den Geehrten war auch das Projekt "Schwarzwald barrierefrei erleben" der Leader-Regionen Nordschwarzwald und Mittlerer Schwarzwald.
Das Projekt "Schwarzwald barrierefrei erleben" konnte die Jury vor allem mit seinem ganzheitlichen Ansatz überzeugen. Im Fokus des Projekts stand der Ausbau der Barrierefreiheit entlang der gesamten touristischen Servicekette in insgesamt 30 Projektgemeinden im Nordschwarzwald und im Mittleren Schwarzwald. Dabei wurde jede in ihrer Mobilität eingeschränkte Personengruppe ganz individuell auf ihre Bedürfnisse hin berücksichtigt.
"Wir freuen uns über diesen Preis, weil er die Wichtigkeit des Themas Barrierefreiheit unterstreicht und weil das Projekt deutlich macht, dass Barrierefreiheit nicht nur Rollstuhlfahrer betrifft und weit mehr ist als die Einrichtung von behindertengerechten Parkplätzen und Toiletten", erläuterte der Vorsitzende der Aktionsgruppe Nordschwarzwald, der Calwer Landrat Helmut Riegger. Er zeigte sich auch erfreut über die Anwesenheit von Ministerialdirektor Wolfgang Reimer aus Stuttgart. "Das zeigt uns, dass auch das Land dem Thema Barrierefreiheit ein wichtige Bedeutung beimisst" so Riegger, der deutlich machte, dass das Schwarzwälder Projekt durchaus auch eine Pilotfunktion für ganz Baden-Württemberg haben könnte.
Die Siegerprojekte setzen sich bundesweit gegenüber 394 ILE- und Leader-Regionen durch, von denen am Ende 27 Projekte ausgewählt und zur Prämierung zugelassen wurden. Alle 27 Finalisten des Bundeswettbewerbs sind in einer Broschüre dargestellt, die über die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) bezogen werden kann.