Calw - Bei den Möglichkeiten, die Brühlhalle einer neuen Nutzung zuzuführen, gibt es mittlerweile zwei Möglichkeiten. Ein Verein und ein Investor zeigen Interesse an dem Gebäude, wie Oberbürgermeister Ralf Eggert im Gespräch mit unserer Zeitung sagte.

Noch in diesem Jahr soll die vierteilige neue Walter-Lindner-Halle, die zudem über einen Gymnastikraum verfügen wird, fertiggestellt sein. Dann werden, schon aus Kostengründen, sowohl die Vorstadthalle als auch die Turnhalle auf dem Brühl für den Sportbetrieb nicht mehr zur Verfügung stehen.

Nun zeichnet sich zumindest für die Brühlhalle eine Lösung ab. Gleich zwei Interessenten gibt es. Zum einen handelt sich um einen Calwer Sportverein, zum anderen um einen Privatinvestor aus dem gastronomischen Bereich. Dieser hat, wie Eggert erläutert, schon ähnliche Konzepte, wie er sie für Calw plant, andernorts schon erfolgreich umgesetzt.

Bereits in der Gemeinderatssitzung im November hatte Eggert darauf hingewiesen, dass durch eine andere Nutzung der Halle der Stadt auf keinen Fall Kosten entstehen dürfen. Folglich wird auch an den Verkauf der Gebäude gedacht.

Die Zukunft der Vorstadthalle ist derzeit offen. Interessenten für das Gebäude, das sich in einem sehr schlechten Zustand befindet, gibt es bislang nicht. Hier sei, so der OB, bis hin zum Abriss vieles denkbar. Mit den beiden Objekten werde sich der Gemeinderat im Frühjahr befassen.

Noch eine weitreichende Entscheidung aus dem Sport-und Freizeitbereich steht an. Nach den bisherigen Planungen soll der Gemeinderat in seiner Sitzung am 31. Januar über die Zukunft des Hallenbads entscheiden. Schließung, Sanierung sowie ein Neubau lauten die Alternativen. Wobei es bei einem neuen Hallenbad wiederum zwei Möglichkeiten gibt.

Eine Variante sieht Investitionen von knapp sechs Millionen Euro vor. Ein solches Bad würde dann weitgehend dem Schul- und Vereinssport dienen. Oder es wird ein Neubau für zehn Millionen Euro erstellt. Diese Variante würde die Finanzierung der Investitionen erleichtern. In diesem Fall rechnet Eggert mit jährlich mindestens 80 000 Besuchern, die ein Eintrittsgeld von mindestens fünf Euro bezahlen. Dadurch ließe sich das jährliche Defizit auf 750 000 Euro begrenzen.

In welcher Reihenfolge über das Bad abgestimmt wird, sei noch nicht festgelegt. Derzeit geht Eggert davon aus, dass der Neubau für zehn Millionen Euro der weitreichendste Vorschlag ist und deshalb als erstes zur Abstimmung ansteht.