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Calw Unfallschwerpunkt wird entschärft

Schwarzwälder-Bote, vom 03.02.2012 20:39 Uhr
Das Haus, das derzeit an der Stuttgarter Straße abgerissen wird, muss der neuen Mohnspange weichen. 
Foto: Hölle Foto: Schwarzwälder-Bote
Das Haus, das derzeit an der Stuttgarter Straße abgerissen wird, muss der neuen Mohnspange weichen. Foto: Hölle Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Hans-Jürgen Hölle

Calw. Es hat etwas länger gedauert als ursprünglich gedacht. Aber demnächst geht es los: Die Mohnspange wird ein Stück stadteinwärts verlegt. Mit einer zusätzlichen Einfädelspur soll der Unfallschwerpunkt entschärft werden.

All das und auch dem Abbruch der Gebäude Lange Steige 9/1, 13, 15, 17 und 21 hat der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderats schon im März vergangenen Jahres zugestimmt. Jetzt soll sich dieses Gremium in seiner nächsten Sitzung mit der Arbeitsvergabe für die Umgestaltung der Mohnspange beschäftigen. Etwa 600 000 Euro wird diese Maßnahme kosten. Allein muss die Stadt das aber nicht bezahlen. Mit Zuschüssen von Land (aus dem Stadtsanierungsprogramm) und vom Bund kann gerechnet werden.

Die Abbrucharbeiten für das Gebäude, das der neuen Mohnspange im Weg steht, haben mittlerweile begonnen. Wie Andreas Quentin, der Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen und Verkehrs bei der Stadtverwaltung, gestern im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte, ist es zudem auch noch baufällig. Wenn die neue Kreuzung fertig ist – geplant ist Anfang Juni – kann sie auch der Erschließung des neuen Sondergebiets Handel an der Stuttgarter Straße dienen.

Wie bereits mehrfach berichtet, soll zwischen der Stuttgarter Straße und der Langen Steige nämlich auch ein städtebaulicher Missstand behoben und gleichzeitig ein innenstadtnahes Einkaufszentrum gebaut werden. Für mehr als eine Million Euro war es der Stadt Calw in den vergangenen Jahren gelungen, das 47 Ar umfassende Areal zu erwerben. Die geplante Gesamtverkaufsfläche liegt bei rund 4200 Quadratmetern, maßgeblich eingenommen von einem Elektrofachmarkt und einem Lebensmittel-Vollsortimenter. Ergänzt wird das Angebot nach derzeitigem Kenntnisstand durch ein Schuh- und ein Bekleidungsgeschäft. Ein Investor wird das gesamte Vorhaben inklusive der Erschließung realisieren. Vorher müssen allerdings noch die restlichen Gebäude auf dem Areal abgebrochen werden, wofür die Stadt Calw die Kosten über rund 450 000 Euro übernimmt. Gemeinderat und Verwaltung versprechen sich von der Ansiedlung des Fachmarktzentrums eine deutliche Aufwertung des östlichen Stadteingangs, eine wesentliche Kundenbindung und Kaufkraftstärkung sowie eine höhere Attraktivität des Mittelzentrums Calw.

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