Calw Tipps für die Zeit nach dem Abitur

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In kleinen Gruppe beantworteten die Referenten an verschiedenen Tischen die Fragen der Schüler. Foto: Müller Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Sandra Müller

Abi – und was dann? Diese Frage beschäftigt Jugendliche meist von der Mittelstufe bis hin zum Erreichen der Hochschulreife.

Calw-Stammheim. Schülern des Maria von Linden-Gymnasiums (MvLG) wurde jetzt im Foyer der Schule die Gelegenheit geboten, Antworten auf diese Frage zu finden. Obwohl die Berufsorientierung spätestens durch das Sozialpraktikum in Klasse 9, das BOGY-Praktikum in Klasse 10 und den Studienorientierungstag in Klasse 11 sowohl im als auch außerhalb des Unterrichts immer wieder eine Rolle spielt, fällt es den Schülern aufgrund der stetig wachsenden Anzahl der Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten zunehmend schwerer, eine Antwort auf die Frage "Abi – und was dann?" zu finden.

Zwanglose Atmosphäre

Aus diesem Grund hat sich vor acht Jahren der Arbeitskreis Beruf am MvLG gegründet, dessen Ziel es ist, Jugendliche in zwangloser Atmosphäre mit Vertretern bestimmter Berufe und Berufsfelder zusammenzubringen. Dabei erzählen die Referenten an Kleingruppentischen von ihrem beruflichen Alltag, ihren Aus- und Weiterbildungen und beantworten persönliche Fragen.

Rund 120 Schüler nahmen dieses Jahr die Gelegenheit wahr, sich zu informieren. An diesem abwechslungsreichen Abend erfuhren sie beispielsweise von einer Redakteurin Insider-Tipps zum Berufsfeld Journalismus und von einem Ingenieur im Bereich Holztechnik bei der Firma Holzma alles Wissenswerte zum Thema Anlagen- und Maschinenbau. "Dass man in der Unternehmensberatung mobil sein muss", blieb einem Schüler vom Gespräch mit einem Unternehmensberater der Firma Mieschke Hofmann und Partner (MHP) in Ludwigsburg in Erinnerung.

In den klassischen Berufsfeldern Jura und Medizin gelang es dem Arbeitskreis, zwei ehemalige Schüler des MvLG zurück an ihre alte Wirkungsstätte zu locken. Dafür nahmen beide den Weg von München nach Stammheim auf sich. Den Kreis der Ehemaligen komplettierten ein Student der Luft- und Raumfahrttechnik der Universität Stuttgart, dessen kurzer Anfahrtsweg nur vom Inhaber des Sport und Fitness Tempels Calw unterboten wurde. Letzterer informierte über die Möglichkeiten, als Sport- und Fitnesskaufmann Hobby und Beruf zu verbinden. Ebenfalls einen kurzen Anfahrtsweg hatten die Vertreter des Stadtjugendreferates Calw, die von den zahlreichen Arbeitsfeldern und ihrem Alltag im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit berichteten.

Studium muss nicht unbedingt sein

"Ich wusste gar nicht, dass man in Calw studieren kann." Das war die Reaktion einer Schülerin auf die Anwesenheit der SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien Calw. Dass man nach dem Abitur nicht unbedingt studieren muss, erläuterte die Ausbilderin für Technische Produktdesigner der Firma MBTech aus Sindelfingen.

"Es war toll, man hat viele Informationen bekommen, und es wurde interessant erzählt. Man hat viel aus dem Berufsalltag erfahren", kommentierte ein Schüler, der sich über das Berufsfeld Technisches Produktdesign informiert hatte. Eine Altenpflegerin und Studentin der Pflegepädagogik gab neben den Infos zu ihrem Berufsfeld allgemeine Tipps dazu, wie man sich nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung weiterbilden und studieren kann. Ein gelernter Schauspieler räumte mit dem Gerücht auf, dass die Schauspielerei kein Beruf sei, den man erlernen kann.

Da den Schülern bereits im Vorfeld bekannt war, welche Berufe vertreten waren, gingen viele von ihnen zielgerichtet vor. Doch auch manch einer, der sich im Vorfeld nicht so viele Gedanken gemacht hatte, wurde fündig. Und andere wiederum haben nicht nur einen passenden Beruf, sondern auch Motivation für die kommenden Schuljahre gefunden: "Ich fand es echt cool und habe jetzt neue Ziele durch die Infoveranstaltung."

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