Von Albert M. Kraushaar SV Althengstett – SV Waldenbuch 5:2 (2:0). "Der Platz war heute besser, als noch gegen Darmsheim. Ein ganz großes Kompliment an die Helfer des Vereins, die es ermöglich haben, dass wir heute unsere Serie fortsetzten konnten", kommentierte Stefan Gerlach das 5:2 seiner Elf über den TSV Waldenbuch.Bei den Gästen sah man die Platzverhältnisse mit anderen Augen. "Das ist mehr als grenzwertig. Ich möchte nicht erleben, was los ist, wenn hier etwas passiert", so Gäste-Abteilungsleiter Rainer Ruckh.

Der Aufsteiger hätte liebend gerne auf die Austragung des Spiels verzichtet – vor allem mit Blick auf die lange Liste der Ausfälle im Team von Trainer Udo Rieker.

Dazu kam die schnelle Führung für die Platzherren, erzielt von Alexander Freidinger in der 5. Minute. Im Schneetreiben hatte er aus dem Gewühl heraus die Übersicht behalten. Nach knapp einer halben Stunde war der Co-Trainer des SV Althengstett erneut zur Stelle, als sein Schuss unter Mithilfe von TSV-Torhüter Alexander Friedrich und Leander Ruckh über die Linie rollte. Es war ein Treffer, wie er wohl nur bei solchen Bedingungen möglich ist.

Die Führung jedoch war hoch verdient, der SV Althengstett setzte den Aufsteiger konsequent unter Druck. Freidinger, Raffler, Dittus, Milazzo und Marko Tomic waren ständig unterwegs, und auf den Außenpositionen machten Oliver Schroth und Sener Tayfun viel Druck. Trotz des glatten Bodens hatte die Partie echten Unterhaltungswert, zumal sich die Gäste vorne meist mit drei Spitzen – Stefan Broghammer, Dario Ciavarella und Ciro Cervo – immer um Chancen bemühten. Allerdings reagierte Marco Kling gegen Broghammer (34.) Ciavarella (39./43.) sehr sicher.

Der zweite Abschnitt begann mit einem tollen Freistoß von Patrick Dittus, der den Ball aus 20 Metern über die Mauer hinweg im langen Eck zum 3:0 (48.) versenkte. Nur 90 Sekunden später verhinderte die Querlatte ein weiteres Dittus-Tor.

Gäste-Trainer Rieker versuchte mit zwei Wechseln ein Debakel zu verhindern – ohne Erfolg. Der SV Althengstett marschierte weiter nach vorne. In der 69. Minute versenkte Marko Tomic einen Dittus-Freistoß per Kopf zum 4:0. Dann schüttelte ein Hammer von Oliver Schroth den Schnee von der Querlatte (71.). Das Spiel war gelaufen.

Nach einem unnötigen Ballverlust von Marc Buddrus kam Marco Milazzo frei vor Friedrich zum Schuss und ließ dem TSV-Schlussmann beim 5:0 (81.) keine Chance.

Der Tabellenführer wurde nun nachlässiger, das Zu-null-Spiel von Marco Kling geriet in Gefahr. In der 85. Minute lag der Ball nach einem Abwehrversuch des starken Markus Schneider im eigenen Netz. Kurz danach verkürzte Dario Ciavarella sogar noch auf 2:5 (87.). Mehr ließ der Tabellenführer dann jedoch nicht mehr zu. Stefan Gerlach, Trainer SV Althengstett: "Der Sieg ist hoch verdient. Wir wollten mit der tollen Serie im Rücken natürlich spielen und haben die Partie dominiert. Die beiden Gegentore waren bei einer 5:0-Führung natürlich unnötig. Dass unser Gegner wegen Personalproblemen nicht spielen wollte ist verständlich, aber dann hätten wir in der letzten Runde teilweise erst gar nicht antreten müssen." Stefan Gerlach nahm auch den von Waldenbucher Seite heftig kritisierten Schiedsrichter in Schutz. "Er hat eine sehr gute Leistung gezeigt. "Ich hätte bei diesen Bedingungen nicht pfeifen mögen." Die Mannschaften: SV Althengstett: Marco Kling (Tor), Sener Tayfun, Suleiman Amer, Markus Schneider, Oliver Schroth, Nico Rapp (64. Gianluca Gonzalves), Alexander Freidinger (60. Hamulic Nijaz), Tim Raffler, Patrick Dittus (73. Salvatore Fiscella), Marco Milazzo, Marko Tomic. TSV Waldenbuch: Alexander Friedrich (Tor), Stefan Fiorini, Leander Ruckh (60. Dominik Kuti), Marc Buddrus, Patrick Schildt, Daniel Trpka, Dario Ciavarella, Stefan Schneider, Stephan Broghammer, Mark Schildt, Ciro Cervo (55. Francesco Madonna). Tore: 1:0 (5.) Alexander Freidinger; 2:0 (28.) Alexander Freidinger; 3:0 (48.) Patrick Dittus; 4:0 (69.) Marko Tomic, 5:0 (81.) Marco Milazzo; 5:1 (86./Eigentor) Markus Schneider, 5:2 (87.) Dario Ciavarella. Schiedsrichter: Marco Heintz. Zuschauer: 70.