Calw Rolf Dürr neuer Coach beim Landesliga-Neuling
Schwarzwälder-Bote, 15.06.2012 19:02 Uhr
Das Trainerteam der Spvgg Berneck/Zwerenberg steht vor neuen Herausforderungen. Foto: KlinkFoto: Schwarzwälder-Bote
(fbl/ark). Es ist sicherlich nicht alltäglich, dass ein Trainer, der mit seinem Team die Meisterschaft errungen hat, abgelöst wird.
Jürgen Seitz ist zu Beginn der Saison 2011/12 als Trainer bei den Fußballfrauen der Spvgg Berneck/Zwerenberg eingestiegen. Nach nur einem Jahr hat sich der Verein von dem Frauencoach wieder getrennt. Der bisherige B-Mädchen-Trainer Rolf Dürr übernimmt die Mannschaft des Landesliga-Aufsteiger
Informiert über die Entscheidung wurde der bisherige Bernecker Frauentrainer fast zeitgleich mit dem Gewinn der Meisterschaft in der Regionenliga.
Die Entscheidung, mit einem neuen Trainer in die Landesliga zu gehen, liege nicht daran, dass sich Jürgen Seitz irgend etwas hat zuschulden kommen lassen, sondern an der Tatsache, dass die Vereinsführung und die Spielerinnen jetzt den Trainer bekommen können, der schon vor einem Jahr favorisiert wurde, heißt es in der Pressemeldung des Vereins.
Vor Jahresfrist hatte sich Rolf Dürr aus Mindersbach, der seit 2007 seine Tochter zum Fußballspielen nach Berneck fährt und seither sehr engagiert und erfolgreich im Verein als Mädchentrainer tätig ist, dafür entschieden, die Arbeit mit den B-Mädchen, die in der Verbandsstaffel spielen, weiter fortzusetzen. Jetzt, nachdem die meisten Spielerinnen zu den Frauen kommen, konnte er nicht mehr nein sagen, zumal die jungen Spielerinnen ihren bisherigen Trainer weiter haben wollen. Voraussetzung, dass Rolf Dürr den Trainerjob übernimmt, ist, dass wieder eine zweite Mannschaft gemeldet wird. Die bisherige Bezirksliga-Mannschaft der Bernecker wurde im Frühjahr 2012 aus Mangel an Spielerinnen abgemeldet.
Meistermacher Jürgen Seitz zeigte sich derweil enttäuscht von der Entwicklung in Berneck. Er hätte seine Arbeit gerne fortgesetzt, mit Ausnahme von "kein Kommentar" war von ihm keine Stellungnahme zu bekommen.
Rolf Dürr wird von seinen bisherigen Kollegen Horst Schaible und Karlheinz Scheibe und Torwarttrainer Axel Bauer weiterhin unterstützt. Das Trainerquartett bringt sechs Spielerinnen mit, die bisher bei den B-Mädchen gespielt haben und die das Zeug dazu haben und die Chance bekommen sollen, im Landesligateam Stammspielerin zu werden. Gegebenenfalls können die Bernecker in der neuen Saison auf bis zu acht B-Mädchen des älteren Jahrgangs zurückgreifen, sofern diese spielfrei sind.
Da mehrere ältere Spielerinnen aus dem bisherigen Stamm nicht mehr ständig aushelfen wollen, ist der Kader für zwei Mannschaften dennoch sehr dünn. Jetzt hoffen die Bernecker darauf, dass sie als Landesligist attraktiv für Spielerinnen anderer Vereine sind. Zudem hoffen sie noch auf die eine oder andere Akteurin für die Bezirksliga-Mannschaft.
Das größte Problem, das Rolf Dürr und Co. zu allererst lösen müssen, ist die Torwartfrage. Da die bisherige Torfrau Selma Güllübag ihren Rückzug angekündigt hat, benötigt man in Berneck mindestens zwei Torhüterinnen für die beiden Mannschaften.



