Calw Lokalmatadoren machen sich ziemlich rar

Schwarzwälder-Bote, 31.05.2012 18:00 Uhr

Von Albrecht Luz Insgesamt 76 Stabhochspringer waren es, die am Pfingstmontag auf dem Oberhaug-stetter Sportplatz eine Visitenkarte ihrer sportlichen Leistungsfähigkeit abgaben, dabei auch einige wenige Lokalmatadoren aus dem Kreis Calw."Mit dieser Teilnehmerzahl sind wir sehr zufrieden, zumal die Leistungen sowohl in der Spitze als auch in der Breite wieder sehr ansprechend waren. Wir lagen damit fast an der Kapazitätsgrenze unserer beiden Sprunganlagen, besonders, wenn man berücksichtigt, dass es diesmal zu Verzögerungen aufgrund eines technischen Defekts kam", zog Abteilungsleiter Klaus-Dieter Glück ein zufriedenstellendes Fazit.

Aufgrund eines gerissenen Stahlbandes konnte der Wettkampf der Spitzenspringer erst mit knapp 45-minütiger Verspätung beginnen und fand auch erst recht spät gegen 19 Uhr sein Ende.

Lang andauernde Wettkämpfe sind die Stabhochspringer aber durchaus gewohnt, so litten die Leistungen zum Glück nicht unter der Unterbrechung.

Etwas schade war einzig die Beteiligung von Athleten aus der Region. Am Start waren Springer aus Leverkusen, Saarbrücken und Regensburg, den Wettkampf der Frauen entschied eine Schweizerin aus Winterthur knapp für sich gegen eine für die LG Stadtwerke München startende Österreicherin.

Aus dem Kreis Calw aber wagen sich nur wenige Athleten an die interessante, weil anspruchsvolle Disziplin. Neben den Springern vom gastgebenden TV Oberhaugstett waren es einzig die beiden Haiterbacher Rene Hauck und Tobias Rottenburger sowie die beiden Ostelsheimer Cedric Schmid und Marcel Voellmer, die an den Start gingen. Die beiden 14-jährigen Ostelsheimer haben in diesem Frühjahr ihren ersten großen Mehrkampf absolviert und in diesem Zusammenhang auch mit dem Stabhochsprung begonnen.

Das Meeting in Oberhaugstett war erst ihr zweiter Stabhochsprungwettkampf und man darf, wenn man die beiden hat springen sehen, ganz sicher davon ausgehen, dass die 2,42 Meter, die sie diesmal übersprangen, sicher nicht ihr letztes Wort in dieser Saison waren.

Der ein Jahr ältere Tobias Rottenburger aus Haiterbach kann bereits auf ein Jahr Stabhochsprungerfahrung zurückblicken und nachdem er jetzt mit 2,82 Meter seine persönliche Bestleistung um 12 Zentimeter gesteigert hat, dürfte es nicht mehr lange dauern, bis als nächstes Etappenziel die drei Meter fallen. Die hat Vereinskamerad Rene Hauck bereits sicher im Griff; er übersprang in Oberhaugstett die für einen jugendlichen Mehrkämpfer gute Höhe von 3,52 Meter und verbesserte sich um 32 Zentimeter gegenüber seinem letzten Wettkampf.

Die Leistungen der Oberhaugstetter Athleten litten etwas unter der Tatsache, dass sie parallel auch an der Wettkampforganisation mitwirkten. Dennoch gelang Benedikt Durst mit 3,02 Meter endlich der erste Sprung über drei Meter und Christof Hüther sprang mit 4,02 Meter zumindest im Bereich seiner Möglichkeiten.

Seinen ersten Stabhochsprungwettkampf absolvierte Jonas Stepper, der als Vierzehnjähriger mit seinen übersprungenen 2,02 Metern ganz zufrieden sein durfte.

 
 
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