Calw Liebenzeller kämpfen um Liga-Verbleib

Schwarzwälder-Bote, 03.04.2012 18:02 Uhr

Von Albert M. Kraushaar EHC Zweibrücken – ESC Bad Liebenzell 11:1 (3:0/ 2:0/6:1). Vor über 600 begeisterten Zuschauern feierte der EHC Zweibrücken mit einem 11:1-Sieg über den ESC Bad Liebenzell den Klassenerhalt in der Eishockey Regionalliga Südwest."Ach Gott, war das eine tolle Stimmung, da war die Hölle los", war der Großvater des Zweibrückener Torhüter Stevens Teucke ganz angetan vom letzten Heimspiel der Saarländer.

Das Team von Spielertrainer Radovan Pastorek hatte schon im Hinspiel mit einem 10:3-Erfolg im Polarion den Grundstein zum Klassenerhalt gelegt und gab sehr zur Freude der Zweibrücker Fans im Schlussdrittel mit 6:1 Toren nochmals richtig Gas.

Für den ESC Bad Liebenzell war die Partie schon nach dem Hinspiel praktisch bedeutungslos. Immerhin zeigte das Team von Trainer Roger Weißschuh nochmals Charakter und trat trotz auswegloser Situation diesmal dank der Rückkehr von Maxim Schein, Kevin Zilla und Vladimir Viller sogar mit zwei kompletten Block an. Nach dem ersten Drittel stand es 0:3. Dabei verhinderte auf Seiten der Schwarzwälder einmal mehr die Schwäche im Abschluss ein besseres Ergebnis.

Im zweiten Drittel ließ der ESC dem Gastgeberteam lediglich zwei Treffer zu, doch diese wollten sich damit nicht zufrieden geben. Angesichts der guten Stimmung in der Zweibrücker Ice Arena wollten die "Hornissen" ihren Fans unter allen Umständen neben dem Klassenerhalt noch einmal gutes Eishockey bieten.

"Die hatten Chancen auf 20 Tore", so Teucke Senior über die Spielfreude der Zweibrücker Mannschaft. Mit 6:1 Toren im Schlussdrittel ließen diese sich beim letzten Saisonspiel richtig feiern. Zu dessen Beginn des letzten Drittels war der ESC Bad Liebenzell durch das letzten Saisontor von Jan Zakoutsky zum Ehrentreffer gekommen.

Bereits am Freitagabend hatte der EHC Freiburg mit einem 8:5 Sieg gegen den EC Stuttgart die Meisterschaft in der Regionalliga Südwest und damit den Aufstieg in die Oberliga perfekt gemacht.

Der sportliche Abstieg des ESC Bad Liebenzell mit nur einem Sieg in der Hauptrunde muss jedoch noch nicht das letzte Wort sein. Der ESC, der derzeit über mit dem Landesligaschlusslicht EC Pforzheim über eine Fusion verhandelt, wird nach Aussage der Vorsitzenden Helga Schöll auf jeden Fall einen Antrag auf einen Verbleib in der Regionalliga Süd/West stellen. "Da der EHC Freiburger als Meister in die Oberliga aufsteigt, wird in der Regionalliga Südwest ein Platz frei. Um diesen werden wir uns bewerben."

Alle weitere Schritte und eine offizielle Stellungnahme des Vereins über die weitere Vorgehensweise stellte sie bis Mai/Juni in Aussicht. Bis dahin soll das neue Konzept in trockenen Tüchern sein.

 
 
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