Calw Kennzeichen-Ärger im Ausland
Schwarzwälder-Bote, 21.08.2012 05:00 Uhr
Urlaubern droht in mehrere Ländern Ärger wegen ihrer Autokennzeichen. Das Landratsamt reagiert jetzt darauf. Foto: Bernklau
Kreis Calw - In den vergangenen Tagen wurde über Verkehrskontrollen in Österreich, der Schweiz und Italien berichtet, bei denen von deutschen Reisenden Bußgelder bis zu 500 Euro erhoben wurden. Als Grund wurde den Betroffenen vorgeworfen, dass amtliches Kennzeichen und Zulassungsbescheinigung oder Fahrzeugschein nicht übereinstimmen.
Stein des Anstoßes war ein Bindestrich zwischen der Ortsbezeichnung und der Buchstabenkombination in den Papieren, der auf Euro-Kennzeichenschildern nicht mehr auftaucht.
Dabei verstoßen die Behörden im Ausland gegen geltendes Recht, teilt das Landratsamt in Calw mit. Das Bundesverkehrsministerium habe bestätigt, dass das Kennzeichen in der Zulassungsbescheinigung mit und ohne Bindestrich geschrieben werden kann, also beide Schreibweisen zulässig sind. Über diese eindeutige Rechtslage wurde auch das Auswärtige Amt informiert.
Aufgrund der bekannt gewordenen Vorfälle hat die Zulassungsbehörde des Landkreises Calw jedoch unverzüglich reagiert, um Probleme für Reisende auszuschließen. Ab sofort werden Zulassungspapiere angepasst an das jeweilige Kennzeichenschild mit oder ohne Bindestrich ausgestellt.
Darüber hinaus bietet das Landratsamt als Service für alle Fahrzeughalter an, die schon ausgestellten Zulassungsbescheinigungen kostenlos umzuschreiben. Das Landratsamt Calw empfiehlt vor der Auslandsreise mit einem Fahrzeug mit Euro-Kennzeichen die Zulassungsbescheinigung zu prüfen. Sollte diese einen Bindestrich in der Bezeichnung des Kennzeichens enthalten, wird empfohlen, sie in den Zulassungsstellen ändern zu lassen. Sofern Fahrzeughalter noch im Besitz "alter" Fahrzeugpapiere (Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief) sind, ist zusätzlich die Vorlage des Fahrzeugbriefs zur Änderung unabdingbar.
Für Fragen zum Thema stehen die Mitarbeiter des Landratsamts Calw unter Telefon 07051/160-810 zur Verfügung.



Fassungslos ,aber die Geschichte ist wahr.
Habe genau so gedacht.Ich denke noch immer, dass es eine erlaubte Willkuer von den Beamten dieser Staaten ist , es zeugt von sehr kleinem Grips von Denjenige( wie immer nur Manche- Gott sei Dank),-aber die Geschichte ist wahr.Es liegt aber auch an den Staaten,denn ihre Beamten duerfen solche Dinge nicht willkuerlich machen,sie muessten einen- oder zwei Augendeckel benutzen bis der Fall geregelt ist,was Manche koennen es(auch waehrend der Arbeit-ohne zu schlafen)-Uebungs-Sache !
Kennzeichenärger
Warum verpratzelt man Steuergelder für Umschreibungen, die nicht sein müssten, da das Gesetz eindeutig auf unserer Seite ist? In Zukunft alle Schweizer, Italiener und Österreicher zur Kasse bitten, auch dann, wenn diese kein Schild zur Nationalität am Fahrzeug angebracht haben! Wenn ich in Italien bin und kein ausreichend großes ovales 'D' Schild am Fahrzeug habe, muss ich bezahlen - warum macht Deutschland das umgekehrt nicht auch? Aber nein: Deutschland passt sich mal wieder an um nicht aufzufallen. Es wäre für den Steuerzahler billiger, könnte er auf Abruf die entsprechenden Bedingungen ausgehändigt bekommen, damit er diese im Ausland vorlegen kann. Dass nun jeder zum Umschreiben der Kfz-Papiere gehen muss, ist ja wohl ein teurer Witz und Vergeudung der Steuergelder, wenn's auch gut gemeint war. Wir sind eben die Hampelmänner von Europa.
und die Aerger hatten
Es wurde nichts gesagt,dass das -die zustaendigen Aemter in irgend einer Art reagiert haben ,um die Fahrzeughalter zu entschaedigen, oder die Strrafen annulieren zu lassen. Es riecht aber kotzend nach Finte von 'Kollegen', die das Benutzt haben.das ist ein Beispiel, wie man ein Problem nicht aufgreifen sollte-es waren keine Freunde und Helfer-sondern Abzockerer-im wahrsten Sinne des Wortes.