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Calw Holzbronn: Trostpflaster für Alexander Herrmann

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Alexander Herrmann und Christine Seeger. Foto: Fritsch

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Calw-Holzbronn - Das war ganz schön knapp: Im Kochduell mit Alexander Herrmann hat sich Krabba-Nescht-Küchenchefin Christine Seeger mehr als tapfer geschlagen. Mit ihren typisch schwäbisch zubereiteten Ochsenbäckle hat sie sich hauchdünn mit einem Punkt Abstand gegen den Sternekoch durchgesetzt.

Wer bereitet die Ochsenbäckle besser zu? Diese Frage stand bei der ZDF-Sendung "Stadt, Land, Lecker" am Samstagnachmittag im Mittelpunkt. Ein bekannter TV-Koch tritt in der Reihe jeweils gegen einen lokalen Küchenchef an. Der Lokalmatador bestimmt eine kulinarische Spezialität aus der eigenen Küche, die aufgetischt werden soll. Der Clou an der Sache: Der Promi-Koch darf beim Verkosten vorab nicht wissen, welche Zutaten verwendet wurden und wie das Gericht zubereitet wurde.

Etwas nervös

Etwas nervös, aber durch und durch souverän bereitete die Küchenchefin in ihrem Refugium die geschmorten Ochsenbäckle mit Süßkraut und geschabten Spätzle zu. Dabei hielt sie sich haargenau an das Rezept, das von ihrer Großmutter stammt (siehe "Info"). Ihr Geheimnis für ein schmackhaftes Süßkraut: die Zugabe von Apfelmost.

Für Herrmann war schnell klar, dass er eine eigene Interpretation für das Gericht finden muss, um gegen die Kochkünste der Schwäbin eine Chance zu haben. Sein Foodtruck vor der urigen Krabba-Nescht-Scheune wurde quasi zum Experimentierlabor. Statt Spätzle gab es zu dem zarten Fleisch bei ihm beispielsweise Brotknöpfle. Die Soße wurde mit Kirschsaft und Sojasauce abgeschmeckt.

Bislang ohne Niederlage

Bei "Stadt, Land, Lecker" musste der Sternekoch aus Oberfranken, der sich durchaus auch schwäbische Speisen wie Kutteln und saure Nierle zutraut, bislang keine Niederlage einstecken. Diesmal kam es aber anders. Über Sieg oder Niederlage entschied die Jury, bestehend aus Restaurantkritiker Carsten Henn, Journalistin und Fernsehköchin Felicitas Then sowie Heidi Huber, Inhaberin des Spätzlemuseums in Bad Waldsee. Jedes Jurymitglied erhielt jeweils einen blauen und einen roten Teller ohne zu wissen, welcher von welchem Koch stammt. Jeder durfte maximal 15 Punkte vergeben, davon jeweils maximal fünf für Optik, sieben für Geschmack und drei für Tradition. Henn, Then sowie Huber fiel die Entscheidung nicht leicht und es kam zu einer hauchdünnen Entscheidung: Die traditionsbewusste Köchin aus Holzbronn bekam insgesamt 38, der Promikoch 37 Punkte.

"Ich bin total happy", kommentierte Seeger ihren Erfolg und hatte für diesen Fall der Fälle auch schon ein Trostpflaster für Herrmann vorbereitet: Kirschenmichel mit Vanillesauce.

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