Calw - Nächste Woche nimmt die Verbrauchergenossenschaft Calw (VGC) ihren neuen Edeka-Markt in Neubulach in Betrieb. Damit nicht genug: Die Genossen wollen, wie dies ihr Vorstandsvorsitzender Stefan Zimmermann bei der Generalversammlung betonte, weiter expandieren.

Zwar würde es noch keine konkreten Objekte geben, erläuterte Zimmermann dazu im Gespräch mit unserer Zeitung. Aber das Verbreitungsgebiet der Genossenschaft in den Kreisen Böblingen, Calw, Freudenstadt und Rottweil biete ja genügend Möglichkeiten für die Edeka Südwest, mit der die Calwer Verbrauchergenossenschaft sehr gut und gerne seit mittlerweile 15 Jahren zusammenarbeite. Mit der Vetriebs- und Expansionsabteilung dieses Unternehmens habe man bereits weitere Bewerbungen für neue Standorte abgegeben, die das eigene Filialnetz sinnvoll ergänzen könnten.

Wirtschaftlich gesehen machte der Expansionskurs durchaus Sinn. Wie Zimmermann bei der Versammlung im Hotel Kloster Hirsau in seinem Geschäftsbericht erläuterte, konnte im Geschäftsjahr 2011 mit einem Umsatz von 31,82 Millionen Euro erneut die 30-Millionen-Grenze überschritten werden. 2010 war das erstmals geschafft worden. Getragen werde diese positive Umsatzentwicklung weiter vor allem durch die im Jahr 2009 eröffnete Filiale in Wildberg, aber auch andere, wie zum Beispiel der Markt auf dem Wimberg habe zu dieser positiven Entwicklung beigetragen.

So dürfte es im Jahr 2012, das ja schon weit vorgeschritten ist, auch weitergehen. Der Verlauf ist, wie Zimmermann betonte, für die Verbrauchergenossenschaft jedenfalls erfreulich. Stand Ende Oktober war es wieder eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr von 6,7 Prozent.

Wirtschaftlich steht die Verbrauchergenossenschaft Calw nach den Worten ihres Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Paul, der die Versammlung auch eröffnete, auf gesunden Beinen. Auch im Prüfungsbericht des Genossenschaftsverbands seien wieder keinerlei Beanstandungen zu finden. Beschäftigt werden derzeit insgesamt 158 Mitarbeiter und 16 Auszubildende. Wie Zimmermann in diesem Zusammenhang betonte, würden bei der Calwer Genossenschaft keine Tarifverträge unterlaufen.

126 Mitglieder hatte die VGC zum Jahresende 2011. Mittlerweile ist die Zahl auf 134 gestiegen. Wegen ihrer guten Erträge sei die Genossenschaft auch für Anleger nicht nur aus deren Verbreitungsgebiet mittlerweile sehr interessant geworden, so der Vorstandsvorsitzende zu dieser Steigerung.

Natürlich hatten die anwesenden Mitglieder nichts gegen die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Verwendung des Gewinns einzuwenden. An sie wird eine Dividende von acht Prozent ausgeschüttet (dies bedeutet insgesamt 147 300 Euro). Der Rest wird den Rücklagen zugeführt.